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Beziehungsfreie Butterfahrt (11)
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16. Juli 2014

Butter-Hafenein-fahrt

Während sich die Geschichte dem Ende nähert wollte ich ein paar Gedanken zum letzten "Strip" ("Experiment" trifft es eher) loswerden und einen kleinen Ausblick auf das was – teilweise als Resultat da draus – in Kürze so alles kommt.

Wenn man sich eine Comedy-Serie anschaut gibt es oft Szenen die sind unsagbar lustig und oder episch, ohne das sie je gezeigt werden. Vermutlich sind es sogar die lustigsten, denn sie finden ausschließlich im Kopf des Zuschauers statt. Beispiel gefällig?

Was für ein Monstrum muss Al Bundys Schwiegermutter sein, wird Sie doch mit einem Schwertransporter geliefert und mit den Kühen über die Weide getrieben? Wie episch muss das Feuer gewesen sein, das Allan Harper bei seiner blonden Freundin gelegt hat aber alles was man sieht ist eine brennen gelassene Pfeife und nach dem Schnitt ein paar entsetzte verrußte Menschen in verkokelten Klamotten.

Das hat natürlich mehrere Gründe. Das Abzubildende ist kaum adequat darstellbar, mit einem enormen (Kosten-)Aufwand verbunden oder ganz einfach nicht annähernd so lustig wie es in einer beschriebenen Retrospektive wirkt. Angenommen man sähe eine Familie aus einem brennenden Haus fliehen ist selbstverständlich selbst das auf Biegen und Brechen lustig inszenierbar (Slapstick) aber steht in keinem Verhältnis und würde möglicherweise nur Zuschauer verstören.

Gezeichnet geht da mehr ist meistens aber auch nicht viel anders; Ausnahmen Bestätigen wie immer die Regel. Das Mini-Skript (ja, es existiert tatsächlich eins) für diese kleine Storyline sah so auch eigentlich vor die "Es kann nicht mehr Schlimmer werden!"-Aussage mit Godzilla zu Pointieren und dann den Schnitt zu machen, nach dem Reminesziert wird was geschah. – Das passiert ja auch immer noch Teilweise. Wofür jetzt also diese Panelansammlung zwischendrin? – Die Antwort ist genauso unbefriedigend wie einfach: Ich hatte Lust dazu! Lust mal etwas mehr zu machen als die normalen, einfach inszenierten Strips. Und da das Ganze unmöglich in einer kleinen Zeichensitzung Abends für ein einzelnes Update möglich gewesen wäre, kam mir halt die Idee einfach nur nach und nach Panels aufzudecken.

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Jetzt habe ich eigentlich damit gerechnet dafür gevierteilt zu werden. Kein Comicstrip? Keine Pointe? Und das über 2 Wochen? Da kann doch der rote Balken nur ins unermessliche schnellen!

Ist er aber nicht, im Gegenteil. Kaum ein Strip ist "grüner", öfters Bewertet (sicherlich natürlich der Standzeit auf der Startseite geschuldet) und ich kann sehen dass nicht Wenige tatsächlich für jedes Panel-Update wieder gekommen sind (Besucherzahlenanstieg).

Ich freue mich darüber, sehr sogar. Weil es mir zeigt, dass ich nicht auf die Strips festgenagelt bin. Logische Konsequenz? – Erstmal keine! Diese Story geht voraussichtlich am 6. August zu Ende und ich in eine kleine Sommerpause, gefolgt von ein paar Einzelstrips (Nerdshit! ENDLICH!!! ) und dem Finale der Weihnachtsgeschichte. Sprich: Ich möchte (und werde) alle losen Enden 2015 abgeschlossen haben, in dem Jahr wird die Seite übrigens stattliche 10 Jahre alt.

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Zehn Jahre, fast ein Äquivalent zu Methusalem. Da kam und ging so manch anderer Webcomic-Blog, die meisten an mir vorüber und manche auch zielstrebig an mir vorbei... Richtung Erfolg.

In den 10 Jahren bin ich vom Studenten, zum Angestellten zum Selbstständigen geworden; vom Wohnklo mit Internet in eine Behausung mit mehr als 1 Zimmer gezogen und vom ewigen Junggesellen zum verheirateten Familienvater geworden. – Die meisten verstorbenen Blogs, Rollenspielrunden oder anderen Hobbys erlagen für gewöhnlich einer dieser Lebensumstandsänderungen.

Bei mir nicht.

Aus dem ganz einfachen Grund, dass ich den "Trick" angewandt habe mein Hobby zur Arbeit zu machen. Das kann nicht jeder, wofür ich sehr dankbar bin, fast so dankbar wie Kunden die akzeptieren das ich trotzdem Geld will; obwohl mir meine Arbeit Spaß macht.

Einen Haken hat die Sache trotzdem. Der Comicstrip hat etwas von seinem entspannenden Freizeitausgleichsfaktor verloren, wenn ich den Rest des Tages sowieso schon gezeichnet habe. Man könnte also sagen ich habe nicht meine Arbeit verzaubert, sondern mein Hobby verhext. Fester Updaterythmus und zu erfüllende Erwartungshaltung klingen dann plötzlich nach Arbeit.

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Doch, blickend auf das kleine Experiment, existieren diese Auflagen scheinbar nur in meinem Kopf. Deswegen möchte ich, sobald alle losen Enden verbunden sind mit etwas "neu" beginnen. Mit etwas das ich eigentlich von Anfang an machen wollte und die ganze Seite nur eine vorangehende Lockerungsübung sein sollte. Mit etwas das mir wieder Spaß macht und mich erfüllt. Was das ist?

Ein Langcomic den ich immer angekündigt aber doch zurückgehalten habe, weil dann natürlich nicht am Ende jedes Satzes eine Pointe Kontert und ich nicht im Wochentakt – in dem Stil den ich mir Vorstelle – eine Seite fertig bekommen würde. Ein kleiner Traum, seit fast 20 Jahren und immer nur in der Restzeit der Restzeit bearbeitet und bereits 4 Mal von vorne begonnen... weil die eigene Zeichenqualität (und Anspruch) immer höher geworden sind. (Ich wollte es halt immer "auf einen Schlag" veröffentlichen.) Gezeichnet nach einem Skript an das ich seit 8 Jahren keine Hand mehr angelegt habe, weil es immer noch toll finde und lediglich ab und an die Welt drumherum weiter ausarbeite.

Wenn ich also darf – und scheinbar darf ich – würde ich mir meinen kleinen Traum gern erfüllen und (neben ein paar wenigen Strips wenn mich gerade was in der Spielewelt beschäftigt) ab dem nächsten Jahr an dieser Stelle meinen Langcomic veröffentlichen. Mit einzeln aufdeckenden Panels (um die Wartezeiten zu verkürzen und mich am Zeichnen zu halten – innerer Schweinehund halt) um die längeren Erstellzeiten etwas zu kaschieren; mitunter humorvoll aber ohne zwingende Pointe. Dann geht es hier auch noch mindestens weitere 10 Jahre rund!

Ich hoffe ihr seid dabei! - DS_Nadine

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24. September 2021

Frisch aus der Druckerpresse: Carle & Drees und die optische Telegrafie

Heute gibt es nicht nur einen neuen Comicstrip, bzw. in dem Fall ein etwas umfangreich geratenes Einzelpanel, sondern ich freue mich auch von all den Sachen an denen ich so mitarbeite auch mal wieder einen kompletten Comic zeigen zu können.

Am 12. September hat im Rahmen des offenen Museums die preussische, optische Telegrafenstation 32 in Oeynhausen, nach Renovierung wieder eröffnet. Und wer keine Ahnung hat was das ist... nuja, der kann es da lernen, live vor Ort begucken, interaktive Videotablets nutzen und einen kostenlosen Comic zum Thema mitnehmen.





Alternativ, klickt doch einfach mal hier https://www.westfalen-blatt.de/owl/handy-des-konigs-frisch-renoviert-2421718 oder hier https://www.kulturland.org/Lieblingsplaetze/Museen/Optische-Telegrafenstation-Nr.-32-Oeynhausen/

Das ganze ist natürlich kein reines Unterhaltungswerk sondern ein charmantes kleines Comic mit dem man etwas über die Technik als auch über die Zeit lernt. Der Comic ist eine Kollaboration wo jeder ein bisschen von allem gemacht hat aber die wesentlichen Felder sind Arne Schulenberg (Bekannt für den Fotocomic Union der Helden und Tätig mit der Agentur Schulenberg & Werbung) für Story und Coloration, Peter Schaaff (Dämonika, Andi) für die Zeichnungen und meine Wenigkeit für die Tusche und Klugscheissen.

Und meine ganz toll lieben aber schwer vernachlässigten Steadys bekommen die Tage ein Exemplar nach Hause! ^_^ - DS_Nadine

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