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20. Dezember 2011
Review
  THE LEGEND OF ZELDA: SKYWARD SWORD
  [ Nintendo Wii ]   

THE LEGEND OF ZELDA: SKYWARD SWORD Was schrieb ich noch letztens beim Test zu Xenoblade Chronicles? Das Ende einer Konsole bringt noch immer einige der besten Perlen überhaupt zutage. Mit Links neuestem Abenteuer liegt nun die Monsterperle schlechthin vor uns auf dem Tisch. Kann ein Zelda überhaupt schlecht sein?
Immerhin, die Grafik erntete schon im Vorfeld nur mittelmäßige Begeisterung und über die Bewegungssteuerung als sinnvolle Gameplay-Erweiterung scheiden sich bis heute die Geister.

Die Bewegungssteuerung war und ist wohl bis heute der größte Streitpunkt unter Wii-Spielern. Zum einen ermöglicht sie Zugänglichkeit, zum anderen verkommt sie aber auch oft genug zu wildem Herumgefuchtel.
Dieser Problematik waren sich die Entwickler sehr bewußt. Zusammen mit der höheren Empfindlichkeit durch MotionPlus und einem bewussten Einsatz im Spiel, haben sie das wohl bestmögliche aus dem Konzept herausgeholt. Überall wo der Einsatz von Knopfdrückerei das naheliegendste ist, hat man diese auch eingesetzt. An vielen anderen Stellen aber, wurde die Bewegungssteuerung auf elegante Art und Weise eingesetzt. Mehr noch als beim Fliegen fällt dies beim Harfenspiel auf. Wo bei Ocarina of Time noch Melodien aus dem Gedächtnis heraus richtig gedrückt werden mussten, wird nun nach einer visuellen Vorgabe die Wiimote harmonisch hin- und hergeschwenkt. Dabei fällt auf, dass eingebaute Hilfen für den Spieler, so gut wie nie einen Bruch in der Spielwelt darstellen.

Größerer Schild - Check! Größere Waffe - Check!
Bei einer Hackfresse helfen eben nurnoch unfaire Mittel.

A propos Spielwelt. Skyward Sword erzählt zwar die Vorgeschichte von Ocarina of Time, allerdings ist die Kenntnis dieses Klassikers nicht nötig. Die Handlung ist stets Verständlich und der nächste Schritt immer offensichtlich. Dabei wird man nur so wenig wie nötig an die Hand genommen. Freies erkunden der Welt beißt sich nie mit dem Verlauf der Handlung. Eine löbliche Tugend, die heutzutage leider immer seltener wird.
Auffallend ist, dass Skyward Sword nicht nur optisch weitaus heller und freundlicher daherkommt als sein eher düsterer Vorgänger, auch die Erzählweise und Dramaturgie folgt einem viel kindgerechteren Schema. Dass man sich dabei auch als Erwachsener gut unterhalten fühlt, ist ein Zeugnis der Qualität des Drehbuchs. Gezielt werden im Spielverlauf immer wieder Kontraste zu der hellen freundlichen Welt aufgezogen, ohne den Grundton aber zu brechen. Kurzum, die hellen Pastelltöne und der schon fast getupft wirkende Grafikstil sind sicher nicht Jedermans Sache, doch auch als Skeptiker lohnt es sich dem ganzen eine faire Chance zu geben.

Zum ersten Mal in einem Zelda-Spiel hat man das Vergnügen anfangs noch zusammen mit Zelda agieren zu können, ist sie doch erstmal keine Prinzessin, sondern nur ein Mädchen aus Links Heimatdorf oben in den Wolken. Als diese dann entführt wird und Link zu ihrer Rettung in die unter den Wolken liegende Erdwelt aufbrechen muss, offenbart sich nach und nach das Schicksal der beiden.

Natürlich wird auch hier das Rad nicht neu erfunden. Zelda-Spiele waren schon immer mehr Evolution denn Revolution, und schafften es dennoch das Genre über Jahre immer wieder zu prägen.

Während die Bewegungssteuerung beim Vorgänger gerade in den Kämpfen schon zu überzeugen wusste, hat man nun noch ordentlich Feintuning betrieben. Zusammen mit neuen Schlagrichtungen, sind nun Manöver erforderlich wie sie nur mit einer akuraten Bewegungserkennung möglich sind. Als Aushängeschild dient dazu einer der ersten Bosskämpfe. Wenn hier nicht erst eine Finte angedeutet wird, ehe man in eine ganz andere Richtung zuschlägt, wird man vom Gegner herzhaft verhöhnt während er die Klinge des Spielers noch festhält. Fuchtelei führt hier nicht weiter und die Genauigkeit überzeugt auf ganzer Linie.

Ein extrem feuriger Zeitgenosse. Leider einer der schwächeren Bosse, aber hey:
Er sieht verdammt cool aus!

Vom Wolkenhort aus fliegt Link im Lauf des Spiels zwar 'nur' drei Gebiete an, die diesesmal auch nicht zusammenhängend sind, doch sind diese allesamt sehr abwechslungsreich gehalten und müssen im Verlauf der Handlung auch mehrmals aufgesucht werden. Dass sich hierbei kein echtes Gefühl künstlicher Streckung einstellt, liegt an der gelungenen Balance später erreichbarer neuer Gebiete und passend eingesetzten Abkürzungen. Generell kann man in den meisten Gebieten den Weg zum Dungeon selbst oft als mindestens genauso umfangreich betrachten wie den Dungeon selbst.

Neu ist die Möglichkeit Links Ausrüstung aufzuwerten. Dazu ist das Sammeln von Insekten, Gegnerüberresten und Pflanzen nötig. Damit lassen sich fast alle Ausrüstungsgegenstände, abgesehen vom Schwert selbst nach und nach aufrüsten. Doch auch ohne dies lässt sich das Spiel gut bestreiten.Wer aber eh zum Sammeln neigt und auch in diesem Zelda wieder alle Herzteile finden will, wird ohne Mühe rasch eine imposante Sammlung an Naturalien zusammentragen, so dass einer verbesserten Ausrüstung nichts im Wege steht.

Willkommen im Wolkenkukuksheim. Links halten für die Begegnung mit dem eigenen Schicksal. Bitte nachts keine Monster füttern.

Trotz der kindgerechteren Optik und Erzählweise ist Skyward Sword kein leichtes Spiel. Die Rätsel sind weiterhin fordernd, aber fast immer mit guter Beobachtungsgabe zu lösen. Insgesamt wirken sie sogar ein wenig besser abgestimmt als noch im Vorgänger. Wer dennoch nicht weiterkommt, hat in Form einer blauhäutigen Fee stets eine helfende Begleiterin. Wenn sie bei ihren Ratschlägen aber von Analysen und Wahrscheinlichkeitswerten faselt, fühlt man sich wohl nicht unbeabsichtigt an einen weiblichen Androiden-Verschnitt erinnert. Auch an anderen Stellen haben die Entwickler sich trockenem Humor nicht verwehrt, der gerade in der harmonischen Atmosphäre des Spiels hervorragend zündet. Kritik fällt daher insgesamt schwer. An einigen Stellen würde man sich widerholende Dialogtexte gerne schneller abkürzen können. Das war es aber schon so ziemlich. Der Grafikstil, die Inventarverwaltung und weitere Punkte über die man streiten kann, besitzen am Ende immer doch noch meist deutlich mehr Vor- als Nachteile.

Fazit | Wenig überraschend verdient sich Zelda - Skyward Sword damit einen Spitzenplatz. Selbst mit Abneigungen gegenüber der Optik kann es sich noch immer mühelos neben seinem Vorgänger platzieren. Für das beste Zelda aller Zeiten fehlt es zwar doch an klaren Innovationen, bildet so aber einen hervorragenden Abschluss der Wii-Ära. Eigentlich ein Pflichtkauf für alle Wii-Besitzer und Zelda-Fans sowieso. Am besten über die Weihnachtszeit nochmal alle persönlichen Lieblingszeldas durchspielen, auf auf!
Für ein Spiel dem man jede Stunde seiner mehrjährigen Entwicklungszeit anmerkt gibt's daher:

  -  Alexander Lachwitz


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