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24. Oktober 2014
Review
  BERND DAS BROT UND DIE UNMÖGLICHEN
  [ PC ]   

BERND DAS BROT UND DIE UNMÖGLICHEN Es gibt Spiele die hat keiner, aber auch wirklich KEINER auf dem Radar. Als ich beim recherchieren der Spiele Neuerscheinungen für September auf Bernd das Brot gestoßen bin dachte ich Stilecht nur: "Was für ein MIST!".

Und dann hab ich mir durchgelesen worum es geht,... den ersten Trailer angeschaut... und musste es haben!

Ist es "Mist?" - Bernd würde sagen ja. Aber andererseits würde er das zu so ziemlich Allem sagen, nicht wahr?

Die Macher mögen Loki. - Und damit spiele ich nicht auf die nordische Mythologie an!

Bernd das Brot ist von seinen idiotischen Freunden Briegel dem Busch und Chili dem Schaf plattgehauen worden Superhelden zu spielen. Ihr erster Fall: Die gestohlene Kupferstatue des "Erkälteten und Skat spielenden Yakks" wieder besorgen. Doch das Yakk hat nicht nur einen enorm beknackten Namen und Alteisenwert; taucht es nicht wieder auf hätte das zudem weitreichende Folgen für Handel und Diplomatische Beziehungen. Wenn da mal nicht noch mehr dahinter steckt als ein simpler Schrottsammler.

Da muss jede Spur genau untersucht werden. Am besten in dem man alles genau absucht, alles einsteckt was nützlich sein könnte (und auch was nicht), mit allen Leuten redet und alles mit allem Kombiniert. - Genau! Bernd das Brot und die Unmöglichen ist ein klassisches Point'n Click Adventure und ein extrem gutes noch dazu! Und viel abzusuchen gibt es die meiste Zeit auch, auf den liebevoll mit Scheiße zugekleisterten Hintergründen. - Das ist nicht abwertend zu nehmen sondern - ebenfalls anfangs - wörtlich.

Optisch wird 3D und 2D Grafik gemischt. Die 3D Modellierten Figuren wandeln vor den Hintergrundtapeten, die viele Erinnerungen an alte Adventuretage wecken, ohne dabei mit der Holzhammermethode auf etwas Spezielles anzuspielen (Ihr findet also nicht schon wieder das Benzin für die Kettensäge). Die Yakk Thematik, die einen in einem verranzten Flugzeug rund um die Kuhkaffs dieser Welt führt erinnern mich nostalgisch an Zack Mc Kracken and the Alien Mindbenders und die manches Mal zackelig gemalten Absurditäten im Hintergrund an den Stil aus Day of the Tentacle und Sam & Max.

Die akustische Untermalung sei übrigens auch erwähnt. Bernd und seine Freunde erhalten ihre Stimmen von den original Sprechern und der Soundtrack ist nicht nur... 'bemerkenswert' sondern liegt dem Spiel, zusammen mit ein paar anderen Goodies in der Metallbrotdose, ebenfalls bei.

Dieser Schrottplatz nimmt wirklich ALLES, von JEDEM und ÜBERALL!

Kennen muss man das alles nicht um daran gefallen zu finden, ebenso wie Bernd das Brot; mit dem ich grundsätzlich sympathisiere, aber zugegeben fast nur aufgrund meiner Kenntnis des KiKa Testbildes. Dadurch dass die Hauptcharaktere sich als debüttierende Superhelden vorstellen muss keiner Angst haben nicht durch das Game of Thrones-artige Beziehungsgeflecht zwischen den Charakteren und Parteien durchzusteigen.
Ganz ohne Vorkenntnisse geht es aber auch nicht. Ein Videoabend um zumindest einmal Zurück in die Zukunft und Indiana Jones gesehen zu haben ist Pflicht. ^_~

Yakk mit 3 Augen ok, aber warum haben Marilyn und Audrey einen Bart?!

Viel länger als zwei Spielfilme dauert Bernds Abenteuer übrigens ebenfalls nicht; nach ca. 4 Stunden ist für den Halbwegs geübten Rätselknacker Schluss. Bis dahin bekommt man aber großartige Adventurekost; nicht zu leicht, mit ein paar sehr originellen Rätseln, viel Humor und einer überraschend wendungsreichen Geschichte. Ein paar Mängel gibt es dennoch. Neben kleinen Bugs mit vereinzelten Dialogzeilen die nicht abgespielt werden, verschwindenden Items (kein Plotstopper, keine Panik) und in zwei Fällen bei mir komisch platzierten Klickmaps/ Hotspots stört eine gewisse Rätselinkonsistenz. Ist Bernd zu Anfang des Spiels für vielerlei Aufgaben zu klein, bzw. sein Mangel an Armen und Beinen Ausgangspunkt für manche Rätselstellung, kann er später mit Objekten interagieren die fern seiner Reichweite liegen. Sind diese Spielregeln erst mal falsch erlernt, behindert das so manche Lösungsfindung.


Review
 | Bernd ist der Sohn den LucasArts nie hatte!

Ich mag Adventures aber Bernds Abenteuer mag ich besonders, weil es nicht nur ein optisch ansprechendes, humoriges und klassisches Adventure ist, sondern auch äußerst kurzweilig. Spielen sich die letzten Telltale Adventures zunehmend von selbst und lassen einen die wahrhaft klassischen Titel immer und immer wieder dieselben Areale akribisch absuchen, spielt Bernd das Brot und die Unmöglichen im Mittelfeld. Bernds Reise um die Welt beginnt linear, mit jeweils in wenige Bildschirme großen Arealen. Man muss also nie durch die halbe Spielwelt laufen in der Angst etwas vergessen zu haben aber kann in den übersichtlichen Bereichen Rätseln wie in alten Tagen; mit dem Unterschied das man flott & frustfrei voran kommt und deswegen gleichzeitig gerne dranbleibt.

  -  David Malambré



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