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16. Mai 2014
Review
  PROFESSOR LAYTON VS. PHOENIX WRIGHT: A. A.
  [ Nintendo 3DS ]   

ROFESSOR LAYTON VS. PHOENIX WRIGHT: ACE ATTORNEY Eine Fortsetzung, egal wie gut, hat immer mit dem Problem gewisser Ermüdungserscheinungen gepaart mit der Erwartungshaltung der Spieler zu kämpfen. Tritt man also dem Spieler vors Schienenbein und erfindet sich selber neu oder geht man den bereits geebneten Weg weiter solange es geht? - Oder existiert vielleicht sogar ein dritter Lösungsweg?

Und ob der existiert! In Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney treffen der Rätsellustige Professor und Staranwalt wider Willen aufeinander und mischen Charaktere, Welt und Spielprinzip zu einem neuen Ganzen und schaffen es dabei der Quintessenz beider Serien treu zu bleiben und diese sogar noch zu bereichern. (Und eigentlich sollte diese Aussage schon reichen damit jeder, auch nur marginal an einer der beiden Serien Interessierte, JETZT den Amazon Link unten betätigt! ;) )

Auf nach Phantásien... äh, Labyrithia!

Die Ausgangslage ist einfach, wenn auch überraschend. Durch die Überschlagung von Ereignissen werden der Professor und der Anwalt unabhängig voneinander scheinbar in die magische Welt eines Märchenbuchs hineingezogen. Diese merkwürdige Welt, bzw. die Stadt Labyrinthia, gilt erforscht zu werden, zumal Sie tatsächlich nicht den Regeln des gesunden Menschenverstandes folgt. Das Schicksal der Einwohner wird geschrieben vom "Schöpfer", Gründer der Stadt und prophetischer Geschichtsschreiber in einer Person. Und ganz abgesehen davon, dass jede seiner Vorhersagen eintrifft, existiert in dieser Welt auch offenkundig Magie. Magie vor der die Menschen - damals wie heute - Angst haben, weswegen es auch nicht nur gilt das Mysterium der Stadt aufzuklären, sondern auch vermeintliche Hexen (bzw. eine Hexe im speziellen) zu verteidigen, damit sie nicht bei lebendigem Leib verbrannt werden.

Wenn man das erste Mal den Gerichtssaal betritt und die Angeklagte des Vorangegangenen Prozesses gerade noch unter kreischenden Unschuldsbeteuerungen ins Feuer herabgelassen wird weiss man: Es ist ernst! (Und dieses Spiel nur für harte Hunde ab 6 Jahren.) Hier gibt es keine Forensik, keine Fingerabdrücke oder Blutgruppen, nur einen Haufen ängstlicher, abergläubischer Bewohner die die angeklagte Hexe brennen sehen wollen!

Das Spielprinzip der beiden Serien ist dabei nahezu unverändert. Vor Gericht ist es an Phoenix Wrights Zug Zeugenaussagen anzugreifen und Beweise vorzulegen um Wiedersprüche aufzudecken. Hierbei gibt es auch das in jedem Teil obligatorische neue Feature. So werden alle Zeugen gleichzeitig verhört, was bedeutet dass sie sich unterbewusst absprechen/ ergänzen aber auch manch ein Mal ins Wort fallen können, wenn man es entsprechend herbeiführt. Ebenso neu ist die Möglichkeit, die aus der Layton-Serie bekannten, Hinweis-Münzen einzusetzen, die die Auswahl an Beweisen/ Aktionen etwas eingrenzen wenn man im dunklen tappt.

Was der Schere zum Opfer fiel bzw. anders daher kommt sind die ehemals teils sehr langatmigen, klassischen Ermittlungsarbeiten, die jetzt durch die Laytonsche Wimmelbilderkundung ersetzt werden. So läuft man mit egal welchen Charakteren durch die Stadt und klickt auf alles Interessante auf der Suche nach Hinweismünzen, Rätseln oder einem Gespräch. Dadurch dass viele Rätsel optional sind und später nachgeholt werden können, bleibt so fast immer die Möglichkeit der Story ohne große Pausen zu folgen oder andersherum einen Rätselmarathon einzulegen. Allzu große Kopfnüsse bleiben einem aber erspart/ verwehrt, denn alles in allem ist das Crossover etwas leichter ausgefallen als die Teile der Ursprungsserien.

Bonusaufgabe: Ordne die Figuren so an das am Ende alle tot sind!

Wirklich Mühe gegeben wurde sich auch bei der gesamten Präsentation. Der Staranwalt profitiert vom Ruhm des Professors und sah noch nie so gut aus. Alle Charaktere sind 3D Modelliert und warten mit einem Detailgrad, gemalten Texturen und Celshading auf, das seinesgleichen sucht... mal vom Professor und seinem Gehilfen abgesehen, der vom Stil her freilich etwas heraussticht (was aber im Spiel kaum auffällt). Auch bei den malerischen Hintergründen verschwimmt die Grenze von 2D und 3D und auch alle hervorragenden Anime-Zwischensequenzen werden in 3D präsentiert. An der Soundfront erwarten einen die bekannten Musikstücke, passenderweise alle im Stil der Layton-Serie mit Ziehharmonika eingespielt, als befände man sich auf den kleinen Seitenstraßen von Paris. Einziges Minimanko ist die deutsche Synchro, die teilweise auch außerhalb der Zwischensequenzen vorhanden ist, dort aber - gerade im Fall vom eher emotionalen Phoenix Wright - nicht immer mit den Gesichtsausdrücken der Figuren d'Accord geht.

Hat einen Alfa Romeo und einen Opel Omega.

Wirkliche andere Kritikpunkte gibt es sonst nicht. Im Gegenteil! Kamen auch manches Mal Zweifel auf ob eine derartige Story überhaupt schlüssig zu Ende gebracht werden kann, haben die Autoren wirklich ganze Arbeit geleistet ein wirklich rundes Ende abzuliefern! - Nach deren Historie hätte ich auch eigentlich niemals zweifeln brauchen.


Review
 | Zwei sind nicht zu bremsen!

Medal of Awesome Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney ist das perfekte Crossover. Dabei verbindet es nicht nur zwei eh schon äußerst feine Spielserien sondern bereichert sie. Die Verschwörung um die Welt und die Feuergrube bringen neben der Spannung auch eine Tragweite in die Gerichtsprozesse, die man aus Phoenix Wright noch nicht gekannt hat. Gleichzeitig helfen die wiederum der in meinen Augen immer eher gemütlichen Professor Layton-Serie etwas mehr Abwechslung und Handlungsmöglichkeiten rein zu bringen, anstatt sich von Zwischensequenz zu Zwischensequenz zu rätseln. Bis auf das ein oder andere, vom pacing unpassend eingestreute Rätsel ist Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney ein Hochgenuss und mit der beste Teil beider Serien. Höchswertung... Mit Sternchen!

  -  David Malambré



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