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29. November 2013
Review
  PHOENIX WRIGHT: ACE ATTORNEY - DUAL DESTINIES
  [ Nintendo 3DS ]   

PHOENIX WRIGHT: ACE ATTORNEY - DUAL DESTINIES Kaum ein Spiel weiß mit relativ wenig Drumherum so zu packen wie Capcoms Miträstel-Krimis der Ace Attorney Serie. Die Mischung aus spannenden, wendungsreichen Gerichtsprozessen umschattet von einem, die Protagonisten betreffenden, alles zusammenhaltenden Gesamtplot hat kein anderes Spiel je in dieser Form überhaupt angefangen zu erreichen.

Gleichzeitig ist genau dieses Zusammenspiel genau das Problem mit dem jede Fortsetzung in sich zu kämpfen hat. So war es nach Abschluss der Trilogie nötig das Charaktergespann zu tauschen, um das unbekannte Element wiederzuerlangen. Mit den Miles Edgeworth Investigations wurde dann der Fokus wieder zu bekannten Charakteren, aber der anderen (Staatsanwaltschaft) Seite verlegt, um den spielerischen Teil aufzufrischen. Wiederum ohne den aus Teil 1- 3 bekannten (mittlerweile) Staranwalt Phoenix Wright, den man ja auch nicht als diesmal unterlegene Partei hätte einbauen können.

Griechen können Englisch,... sind ja auch keine Franzosen.

Obwohl all diese Änderungen gut überlegt schienen, um einer Fortsetzungsmüdigkeit vorzubeugen, war dies scheinbar der Anfang vom Ende. Denn Teil 1 der Staatsanwalt Saga erschien Europaweit nur noch auf Englisch, Teil 2 nicht mal mehr ausserhalb Japans...

Das hat auch Auswirkungen auf den neuesten, "echten" Teil der Serie. Der kommt ebenfalls nur noch auf Englisch und nicht mehr auf Modul sondern als (erfreulich günstiger) Download. Aber (so viel Vorweg): Die Hausaufgaben wurden gemacht und sollten alte wie neue Fans erfreuen!

Das erreicht Phoenix Wright: Ace Attorney - Dual Destinies relativ einfach. Der Namensgebende Anwalt der ersten drei Teile ist wieder mit dabei, zusammen mit seinem Nachfolger Apollo Justice und Anhang. Gleichzeitig gibt es noch einen weiblichen Anwalts-Neuzugang in der Kanzlei namens Athena Cykes, die Neulingen einen Problemlosen Einstieg ermöglicht und neues Material zum übergreifenden Plot liefert. - Sprich: Fans werden hervorragend bedient, denn man darf mit allen Charakteren einmal ran; Neulinge bekommen ein Spiel serviert an dem sie trotzdem kompromisslos Freude haben können und einen leichten Einstieg finden. - Athena Cykes macht dabei als Frau sogar eine bessere Arbeit als Apollo Justice in Teil 4, der eine gewissen Abziehbildcharme versprühte.

Doch volle Kraft zurück: Wenn Dual Destinies auch potentiell für neue Spieler interessant ist, sind ein paar Worte zum eigentlichen Spielprinzip vielleicht nicht unangebracht.

In allen Ace Attorney Spielen gilt es die Unschuld seiner Mandanten zu belegen, die meistens unter dem Verdacht stehen einen Mord verübt zu haben. Wie die Tat tatsächlich abgelaufen ist, gilt es dabei selbst heraus zu finden, denn einleitende Intro Schnipsel streuen meist mehr Fragen als Antworten. Die Wahrheit wird dabei im Wesentlichen in zwei Phasen gelüftet. Zum einen mit allgemeinen Ermittlungen wie dem absuchen des Tatorts und Gesprächen mit Involvierten, zum anderen im eigentlichen Prozessverlauf. Man deckt mittels cleveren Einsatzes von Beweisstücken Lücken oder Wiedersprüche in der Anklage oder Zeugenaussagen auf, um den eigenen Mandanten zu entlasten. Während Anklage und Zeugen versuchen Lücken zu stopfen, als irrelevant darzustellen oder neue Beweise enthüllen, deckt sich so langsam auf wer der wahre Täter ist.

Dabei hilft einem auch Serientypisch das ein oder andere Gimmick. Neu dabei Athenas gutes Gehör, das ihr erlabt die Emotionen ihres Gegenübers in einer Stimmungsmatrix abzubilden. Wiedersprechen sich Aussage und Emotionen könnte dies der Schlüssel auf dem Weg zur Wahrheit sein.

Schau mir in die Augen kleines! (Dann bemerkst Du vielleicht nicht meine komischen Haare.)

Viel Zeit lässt einem das Rechtssystem dabei nicht, denn auch wenn der Spieler stressfrei agieren kann, dauert jeder Prozess laut Storyszenario maximal drei Tage. Eine Maßnahme um der wachsenden Kriminalität Herr zu werden und natürlich den Spielverlauf zu straffen, die in Dual Destinies auch für die Rahmenhandlung genutzt wird. Denn neben den Privatleben von Phoenix, Apollo und Athena stellen die "Dunklen Zeiten des Rechtssystems" einen Storyrahmen. Sprengstoffattentate im Gerichtssaal und fingierte Beweise sind da nur der Anfang mit dem man kämpfen muss...

Weniger kämpfen muss man mit dem Spiel an sich. Das liefert mehr Hilfestellungen den je, so kann nun man nun z.B. im Zweifelsfall nachschlagen wo oder wie man seine Ermittlungen fortsetzen sollte.

Ich freu mich auch immer wenn ich drohe erschlagen zu werden.

Technisch ist Dual Destinies das schönste Ace Attorney das es je gab. Neben eingestreuten schicken Anime-Schnipseln mit netten 3D Effekt, sind alle Charaktere im Spiel nun in feinen 3D, was für mehr Spielraum in den Animationen sorgt. Dank Cel-Shading Optik sehen die Modelle ihren 2D Gegenstücken dabei zum verwechseln ähnlich. Zusammen mit dem ausmodellierten Gerichtssaal, sorgt das für ein paar schöne neue Kameraeinstellungen/ Fahrten während den Verhandlungen. Auch Tatorte sind jetzt dank 3D mehr oder minder frei zu erkunden. - Das klingt für Visual Novel Genrenovizen möglicherweise lächerlich bzw. nicht erwähnenswert, im Anbetracht der Beschränktheit des Genres liegt hier aber tatsächlich grafische Extravaganz vor.
Die Musik ist hervorragend wie eh und je und jetzt orchestral eingespielt, Sprachausgabe gibt es wie immer keine, abseits der vereinzelten Ausrufe.


Review
 | Die (fast) perfekte Fortsetzung!

Ich liebe die Ace Attorney Reihe, auch wenn die letzten Teile nicht mehr meine astronomisch hohen Erwartungen erfüllen konnten. Phoenix Wright: Ace Attorney - Dual Destinies macht hierbei aber nahezu alles richtig, in dem es alle Charakteristika nimmt auf die die Serie seit jeher setzt und mit einem zusätzlichen Charakter frischen Wind reinbringt. Einzig übertrieben haben sie es meiner Meinung nach mit einem anderen Markenzeichen, der ungemeinen Schrulligkeit von Opfern und Zeugen, die im zweiten Verhandlungsfall so penetrant war, das sie mir fast das Spiel vergällt hätte.
Ansonsten ist Dual Destinies zwar kein Innovations-Gigant, aber eine perfekte Fortsetzung und somit eine klare Empfehlung für alle Freunde der Serie und neue Knobelkrimi-Interessierte gleichermaßen. Nur gut englisch sollte man können und nicht lesefaul sein. Das Genre heißt nicht umsonst Visual "Novel".

  -  DS_Nadine



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