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13. September 2013
Review
  LOST PLANET 3
  [ 360 / PC / PS3 ]   

LOST PLANET 3 "Okay, James, dieser Planet birgt noch einige Geheimnisse." Diesen Satz wird man in Lost Planet 3 einige Male hören und gemeint ist E.D.N. III, der Eisplanet. Den kennt man schon aus dem ersten Teil der Reihe, doch hier wird die Vorgeschichte erzählt. Ob der dritte Teil von Spark Unlimited für Capcom nun auch wirklich wieder zurück zu den anfänglichen Stärken von Lost Planet führt? Wir werden sehen.

Zu Beginn des Spiels sehen wir erst einmal Jim Peyton als alten Mann, der seiner Enkelin seine Geschichte erzählt. Warum ist er hier auf diesem Planeten, was ist in all den Jahren passiert? Und was meint er, wenn er sagt, dass er "alles Schuld" sei?

Gears of War : Blau

James Peyton hat seine Familie vor Jahren zurückgelassen, um als Arbeiter auf dem Planeten E.D.N. III sein Geld zu verdienen; auf einer Basis im ewigen Eis. Gefördert wird hier für den Energiekonzern NEVEC die T-ENG, Termal Energy, eine neue Hoffnung für die Energieversorgung der Erde. Wir sehen ihn in einer Bruchlandung den Planeten erreichen, wo er gleich Bekanntschaft mit der unwirtlichen Landschaft samt ihren Bewohnern macht. Im Schneegestöber muss er nach dem Transponder des Schiffes suchen, mit dem er gelandet ist. Dabei kommen ihm schon die ersten Akriden, einige Vertreter der Fauna des Planeten, in die Quere.

Als Einführung in die Spielmechanik, die wirklich unkomplizierte Steuerung und Atmosphäre funktioniert dieser erste Abschnitt auch wirklich gut.

Das ganze Setting erinnert etwas an John Carpenters The Thing und stellenweise an Dead Space 2. Es stellt sich nur leider heraus, dass Nichts in Lost Planet 3 so unheimlich ist wie in Carpenters Film. Dunkel plus Kälte plus enge Gänge plus Kreaturen macht halt allein noch keinen Grusel. Vor allem wenn man schon nach dem zweiten Angriff der Akriden herausgefunden hat, wie leicht sie zu erledigen sind, können diese einem nur ein müdes Schulterzucken entlocken. Zwar ist das Design der Viecher klasse, oft angelehnt an Seekreaturen wie Krabben und Oktopusse, aber sie sind zu leicht zu erledigen und stellen, jedenfalls auf normalem Spielmodus mit der Munition, die man zur Verfügung hat, keinerlei Problem dar. Zumal die verletzlichen Stellen überdeutlich gekennzeichnet sind und die kleineren Gegner, selbst wenn man sie direkt vor der Nase hat, auch nicht irre viel Schaden anrichten.

Mit dem Sounddesign hingegen hat man sich wirklich Mühe gegeben und kann ein paar Pluspunkte einfahren. Es glibbert in Akridennestern, es macht Geräusche vor und hinter einem, wenn man sich in einem Gang befindet, die Schneestürme werden glaubhaft abgebildet und auch die Sounds der Akriden passen gut ins Gesamtbild. Die Sprecher machen ihre Sache ebenfalls durchweg gut, auch die deutsche Synchro kann hier prima mithalten. Musikalisch gibt es einige überraschende Country- und Bluesklänge, die ganz prima zum Image des einsamen Cowboys passen, der Peyton nunmal ist. Diesen Soundtrack hat ihm seine Frau als Mixtape mit auf den Weg gegeben.

Ein Cowboy braucht ein Reittier und so hat Peyton sein Rig mitgebracht; einen Mech, mit dem er größere Strecken zurücklegt und den er für manche Aufgaben gut gebrauchen kann. Das ist mal eine Reparatur, mal eine Suchmission und man bekommt schnell ein gutes Gefühl für dieses schwere Gerät. Es bewegt sich schwerfällig aber kraftvoll und bietet guten Schutz gegen die Stürme auf E.D.N. III. Man hat einen Bohr- und einen Greifarm und natürlich kommt der nicht nur bei Reparaturen zum Einsatz, sondern auch im Kampf gegen größere Akriden, mit dem man diese packen und zerquetschen kann.

Der Mech ist obendrein der Rückzugsort für Jim, an dem er Nachrichten seiner Frau anschaut, oder ihr Nachrichten sendet. So wird die Einsamkeit, die Peyton bei seinem Einsatz umgibt, spürbar.

Tis Titan won't fall!

Leider aber sind diese Einsamkeit und Eintönigkeit des Planeten und die immer wieder kehrenden sich ähnelnden Missionen auch das große Manko des Actionshooters. Jemanden befreien, eine Station reparieren, eine Rettungsmission oder für einen Doc etwas Akriden-DNA einsammeln ähnelt sich letztendlich zu sehr und ist nicht wirklich abwechslungsreich. Die Mech-Missionen sind zumindest die interessanteren, zumal man eben auch gegen Bosse kämpft. Diese Kämpfe sind schon prima inszeniert und machen Spaß, wiederholen sich aber leider auch zu schnell und werden vorhersehbar.

Eine Mechfahrt die ist lustig, eine Mechfahrt die ist schön...!

Genau so vorhersehbar wie die Landschaften auf dem Planeten. Man befindet sich nun mal auf einem Eisplanet und das ist auf die Spieldauer (ca. 16 Stunden) relativ eintönig und langweilig, zumal einiges an Backtracking durch kleine Erledigungen an schon bekannten Orten im Spiel auftritt. Besonders nervig fiel das hin- und herrennen in der Basis auf, um zwischen den einzelnen Stationen zu wechseln und neue Missionen zu empfangen. Da muss sich Enktwickler Spark Unlimited Kritik gefallen lassen; das Leveldesign lässt einfach zu wünschen übrig.


Review
 | Eisige Eintönigkeit mit einigen Ekeltieren

Im Prinzip war es ja ein guter Ansatz, die Serie wieder zurück zu den Anfängen zu bringen und die Voraussetzungen für einen mittleren Hit sind mit einer passablen Story da. Leider aber wird das schnell verspielt durch langweilige, repetitive Action ohne große Spannungsmomente.
Mit viel Wohlwollen eisige:

  -  Jörg Faßbender



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