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27. August 2013
Gamescom 2013 - Teil 3: Spiele für junge Hüpfer

[Jetzt wie versprochen die Eindrücke meines unterbezahlten, jungen Schreiberlings!  -  DS_Nadine]

 

Best: Beyond Two Souls - Anders als der Kollege schätze ich David Cages Spiele schon mehr, denn er versucht sich doch jedes Mal spürbar Gedanken um das Thema Gameplay und Immersion zu machen. Dass er dabei oft auf ähnliche Schemata verfällt verzeihe ich ihm gerne, da am Ende doch noch immer 10-mal mehr bei rauskommt, als bei den meisten Konkurrenten.

Genug des Gebashes. Beyond Two Souls, oder auch William Dafoes diesjährige Oskarbewerbung kommt vielversprechend daher. Neben der flüssigen und detaillierten Grafik hat vor allem das sehr eingängige Steuerungskonzept gefallen. Anders als bei Heavy Rain werden Fehler bis zu einem gewissen Grad verziehen und die Steuerung kommt sehr minimalistisch daher. Beispiel: Um eine Handlung auszuführen ist oft kein Knopfdruck sondern nur ein neigen des rechten Sticks nötig. Von den vier Aktionsknöpfen waren außer in Quick-Time-Events nur zwei nötig und der gesamte Rest läuft über die Analog-Sticks sowie vereinzelte Schüttelorgien. Das ganze klingt schlimmer als es ist und ist ein merklicher Fortschritt im Vergleich zu Heavy Rain.

Auch die Varianz der Handlung überzeugte. Bei der Demonstration konnten wir sehen wie die Kollegen am Nachbargerät, anders als wir, erfolgreich eine Polizeisperre durchbrechen konnten und sich daraufhin eine wilde Motorradjagd durch eine Kleinstadt lieferten, ehe die Handlung langsam wieder auf einen gemeinsamen Schlüsselpunkt hinsteuerte.

Man darf hoffen dass auch der Rest des Spiels mit solchen vielfältigen alternativen Handlungsabschnitten lockt, definitiv also auch für jene einen Blick wert, die mit Heavy Rain nicht glücklich geworden sind.

 

Blackguards - Die schlechte Nachricht: Blackguards sieht bisher sehr stark mehr nach einem Strategie- denn einem Rollenspieltitel aus.

Die gute Nachricht: Dabei macht es eine ausgezeichnete Figur und könnte sich womöglich auf Augenhöhe mit Genreklassikern à la Jagged Alliance sowie Heroes of Might and Magic bewegen.

Gewiss, es gibt auch ein ausgefeiltes Talentsystem, inklusive sozialer Talente (wenn auch nur deren zwei), ein vielfältiges Entwicklungssystem um viele der nahezu zahllosen Professionen aus der Pen&Paper-Vorlage nachzubilden, doch die Präsentation erweckte einen sehr taktisch orientierten Spielstil.

Die Erbsenzähler in der DSA-Fanriege werden sich vermutlich am Design stören, denn Daedalic beruft sich zwar auf die Original-Beschreibungen, wird aber für Pflanzen, Gegenstände und Orte eigene Designs nutzen, die dem ganzen Stil einen weniger harmonisch-hellen Eindruck verpassen. Das bisher sichtbare wirkt dennoch, oder gerade deswegen sehr glaubwürdig und lässt auf einen frischen unverbrauchten Ausflug nach Aventurien hoffen.

 

Worst: Thief - Es ist vielleicht unfair dieses Spiel hier zu listen, immerhin gab es bisher nur erste Gameplayvideos und ein paar Trailer zu sehen. Doch was man bisher zu sehen bekam ergibt zusammen mit den diversen Gerüchten über eine sehr holprige Entwicklungsgeschichte durchaus Grund zur Sorge.

Meisterdieb Garett wird es diesmal statt mit den Hammeriten oder Dampfbetriebenen Wachautomaten mit einem ausgewachsenen Bürgeraufstand und Revolutionshelden zu tun bekommen, Bioshock Infinite und Assassin's Creed III lassen herzlich grüßen. Ob er dabei wie gewohnt weiter im Hintergrund agiert kann nach dem bisher gezeigten bezweifelt werden. Es wirkt als hätte versucht den Held stärker in den Fokus der Rahmenhandlung zu setzen, quasi als Hintergrundsidekick für den Revolutionsführer.

Dazu wirkt das Bewegungssystem mit dem Garett flugs von einem Versteck zum nächsten eilt so, als würde er wie ein Raubtier auf allen Vieren fast mit magischer Geschwindigkeit von Deckung zu Deckung huschen, etwas das sehr an die magischen Tierkräfte aus den letzten ACIII-DLCs erinnert. Man darf abwarten ob die Gesamtmischung am Ende so vital und frisch daherkommt wie Deus Ex: Human Revolution, oder ob es doch ein eher unrühmliches Comeback für Garrett wird, nachdem schon sein dritter Auftritt Probleme hatte dem Originalflair gerecht zu werden.

 

Rest: Dragon's Crown - Ein gemütliches und grafisch schmackhaftes Sidescroller-Action-Gekloppe für PS3 und PSVita, das als Bonus mit Cross-Save-Funktion daherkommt. Zugegeben, die halbnackte Amazone (sigh...) hat den kantigsten Allerwertesten den ich jemals in einem Spiel gesehen habe, aber das flotte Gameplay mit sechs verschiedenen Charakteren die in großformatigen 2D-Sprites daherkommen und sich durch 2.5D-Hintergründe prügeln gefällt.

 

Deadfall Adventures - Basierend auf den Quartermain-Storys kommt hier ein Adventure-Shooter in Egoperspektive daher. Die thematische Ähnlichkeit zu Uncharted ist offenkundig und da Quartermain ja auch für Indiana Jones das Vorbild war, wird es hier auch die üblichen Nazis geben. Ein bisschen übernatürlicher Hokuspokus, solide Grafik, eine Begleiterin die unseren bärtigen Hauptcharakter anfangs nicht ausstehen kann; das ganze erfindet das Rad nicht neu, kommt aber solide und locker daher. Aufgelockert wird die Action durch einige kleine Rätsel inklusive einem elegant eingebauten optionalem Hint-System. Die Hatz durch Ägypten, Guatemala und die Antarktis kommt noch diesen September für PC und Xbox 360.  -  Alexander Lachwitz

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