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24. Mai 2013
Review
  LEGO CITY UNDERCOVER: THE CHASE BEGINS
  [ Nintendo 3DS ]   

LEGO CITY UNDERCOVER: THE CHASE BEGINS< Reboots sind ja derzeit absolut in. Also auch kein Wunder, dass LEGO seine altbekannte Undercover-Reihe mit einem Reboot neu auflegt. 'The Chase Begins' ist das Origins, respektive das Begins, für Chase McCain. Moment... halt Stop! Falscher Alarm.

LEGO City Undercover ist weder eine alte Reihe, noch ein Reboot, des noch ziemlich aktuellen WiiU-Titels oder gar eine lieblose Konvertierung. Es ist schlicht die Vorgeschichte. Aber fangen wir doch von vorne an, und verlassen bei der Gelegenheit diese grottenschlechte Einleitung. [Anm. der Redaktion: Ich hatte nach dem ersten Satz schon den Teppichklopfer gezückt!]

Eindeutig Fußspuren!

Wie im großen Titel auf der WiiU, spielt ihr den Polizisten Chase McCain, der dieses Mal aber noch ein ziemlicher Frischling ist und sich erst die ersten Sporen in LEGO City verdienen muss. Dementsprechend ändert sich natürlich auch die Rolle einiger Figuren. Der leidige Fanboy Frank bleibt uns erspart und Chase kann in aller Ruhe den verschieden Damen im und um Polizeirevier schöne Augen machen, während er vor seinem cholerischen Vorgesetzten besser in Deckung geht. Neben einfachen PR-Einsätzen, man will ja nicht überfordert werden, kommt man aber auch ganz langsam den größeren Raubzügen auf die Schliche, ehe es am Ende um die große Liebe und den ganz großen Verbrecher Rex Fury geht. Damit ist auch nichts gespoilert, denn immerhin wird hier ja die Ausgangslage für Chase Abenteuer auf der WiiU vorbereitet.

Wie von der LEGO-Reihe gewohnt, ist die Story eigentlich nur der Grundstock auf dem Querverweise, Gags, Slapstick und Entdecker- sowie Basteldrang eine bunte Spielwiese erhalten. Das erste was man auf dieser Spielwiese angenehm bemerkt: Abgesehen von einer geringeren Sichtweite, gibt es nur geringe Abstriche zur Grafik auf der WiiU, was aber weniger an deren ach so schlechter Leistung, sondern an der simplen aber funktionalen Klötzchengrafik der LEGO-Figuren liegt. Das ist mal Art-Design das den Grafikern den Job vereinfacht...

Auch im Gameplay fühlt man sich schnell wieder heimisch. Alles ist da wo man es gewohnt ist, naja, fast. Die Scanner-Funktion um als Polizist Spuren zu verfolgen läuft nun ohne Bewegungssteuerung, welche aber für andere Gadgets dennoch vorhanden ist. Wo es ohne Krampf möglich war, hat man sich also um eine 1:1 Umsetzung bemüht, was sehr löblich ist. Die Kämpfe, welche schon auf der WiiU meist keine echte Hürde waren, wurden aber nochmals vereinfacht und sind so eigentlich nur Beiwerk, statt ein echtes Spielelement darzustellen. Immerhin sind sie noch genau so spaßig und übertrieben animiert, wie man es gewohnt ist.
Abgesehen davon läuft alles nach dem bekannten Muster ab. Chase bekommt einen Auftrag, begibt sich an den Tatort, baut sich mit LEGO-Steinchen den Weg zum nächsten Indiz/Schalter frei, verhaftet nach kurzem Gerangel ein paar böse Buben und kriegt dann evtl. noch eine Verfolgungsfahrt dazu. Später erhält man neue Verkleidungen, um auch Undercover zu ermitteln. Das ändert zwar nichts an den drei Elementen, Steinchen bauen, Buben verhaften, Rennen/Fahren, macht aber immer noch schlicht und einfach Spaß. Warum auch das Rad neu erfinden?

LEGO Assassins's Creed

Neben dem Klötzchenbauen bieten die verschiedenen Rollen noch immer die meiste Abwechslung. Durch die Kostüme erhält Chase verschiedene Fähigkeiten. Wie erwähnt kann er als Polizist Spuren Suchen oder eine Enterkanone nutzen, während er als Einbrecher Türen und Tresore knacken kann, als Bergarbeiter Sprengstoff platzieren kann, und so weiter und so fort.
Während man öfters kleinere Gegenstände auf Knopfdruck aus herumliegenden Einzelteilen zusammensetzen kann, muss man für einiger größere Bauten auch erst fleißig Steine sammeln, oder man ergattert einige der gut versteckten Super-Steine. Auch hier gibt es also, wie auf der WiiU, einiges zu suchen, bis man dann auch alle Super-Bauten geschafft hat. Zur Belohnung schalten diese eine neue Fahrzeugstation, oder neue Story-Abschnitte frei.

Alt: Uhren mit beleuchtetem Ziffernblatt!

Also keine echten Unterschiede zum großen Bruder?
Jein. Im Grunde ist alles gleich. Doch kleine Detailänderungen machen sich auf Dauer bemerkbar. Die Missionen sind oft kurzweiliger bzw. haben mehr Speicherpunkte, so dass auch eine kleine Partie zwischendurch kein Problem ist. Der Umfang der Stadt ist identisch und bis auf minimale storybedingte Änderungen, steht auch so ziemlich alles da, wo wir es schon auf der WiiU entdeckt haben. Traurigerweise wurden auch die relativ langen Ladezeiten übernommen, auch wenn diese nicht ganz so oft auftreten wie bei der WiiU. Aufgrund des begrenzten Platz auf der Cartridge sind auch nicht alle Dialoge vertont, sondern nur die wichtigsten. Ebenso ist die Zahl der Zwischensequenzen geringer, doch sind diese letzten Punkte für einen Handheld-Titel kein echter Nachteil.


Review
 | Kleiner Steinchenmann ganz groß!

Selten hat mir ein Handheld-Ableger so viel Spaß gemacht, obwohl im Vergleich zur großen Konsole so gut wie nichts am Gameplay geändert wurde. Erstaunlicherweise stören mich technische Mängel wie die Ladezeiten sogar weniger, da ich im Gegenzug immer wieder einfach mal eine schnelle Runde durch LEGO City drehen kann. Obwohl die Stadt schon bekannt ist, hat man noch immer Spaß am Erkunden und vor allem auf der Suche nach allen Supersteinen, denn man will ja die Superbauten abschließen. Und natürlich sind auch einige Bereiche aus den Anfangsmissionen erst mit späteren Kostümen betretbar. Einer der ganz wenigen Fälle, in denen man selbst Backtracking genießt. Das Sahnehäubchen ist am Ende der gelungene Humor der Reihe, welcher auch ältere Semester viel zu oft zu einer weiteren kleinen Partie verleitet. Nur noch das nächste Kostüm freischalten, nur nochmal zurück ins Gefängnis um letzte Geheimnisse zu entdecken...
Für den ganz großen Wurf fehlt's dann aber doch noch an dem einen Extra, das das Spiel zu etwas einmaligem macht. So bleiben vier hübsche goldene Klötzchensterne.

  -  Alexander Lachwitz



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