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13. Mai 2013
Review
  SLY COOPER: JAGD DURCH DIE ZEIT
  [ PS3 / PSV ]   

SLY COOPER: JAGD DURCH DIE ZEIT Mal wieder Lust auf ein unverkrampftes und solides Jump'n Run ohne große Schnörkel? Sly Cooper und seine Gang könnten genau das richtige sein. Das Entwicklerteam, das schon die Originaltrilogie überarbeitete, liefert einen neuen Teil der Reihe um den Meisterdieb ab, zusammen mit einem Vita-Ableger und Crossplay-Funktionalität. Klingt solide? Mal sehen ob es das auch ist.

Sly Cooper steckt in Schwierigkeiten. Nachdem der gewitzte Waschbär und Dieb aus Leidenschaft nach seinen früheren Abenteuern endlich mit seiner ehemaligen Gegenspielerin, der Ermittlerin Carmelita Fox zusammengekommen war, hat er ihr zuliebe sein Diebeswerkzeug an den Haken gehängt. Blöd nur, dass alte Gewohnheiten manchmal doch ihren Tribut fordern. Just als Sly gerade heimlich wieder einen Bruch landen will, wird er von seiner besseren Hälfte in flagranti erwischt.
Naja, da eh irgendjemand das Buch mit den größten Familiengeheimnissen über seltsame Zeitanomalien zu vernichten droht, flüchtet man vor der wütenden Füchsin eben in die Vergangenheit und versucht herauszufinden wer da der Cooper-Gang an die Geheimnisse will.

Es hat nicht immer was mit Geschlechtskrankheiten zu tun wenn der Schwanz mal brennt!

Die gute Nachricht vorweg. Sly Cooper und seine beiden Gefährten fühlen sich immer noch an wie sie sollen. Die Steuerung geht wunderbar locker von der Hand und das ganze Gameplay versprüht den Charme klassischer 3D-Jump'n Runs ohne altbacken daherzukommen. Wie gehabt steuert man sowohl Sly, der behände von Dach zu Dach hüpft, den massigen Murray der mit seiner massiven Kraft selbst große Gegnerhorden schnell zerstreut, oder die clevere und bombenwerfende Schildkröte Bentley. Dazu kommen diverse Minispiele, wenn man mit Murray Computersysteme hackt und vor allem, wenn man in Slys Vorfahren schlüpft.

Man reist also von einer Zeitepoche in die andere und hilft verschiedenen Vorfahren von Sly und findet nebenbei immer mehr über die verschwundenen Seiten aus dem heiligen Familienbuch heraus. Zu Anfang wird dafür immer eine Basis eingerichtet, von der aus dann erst mal die Gegend erkundet wird, ehe man dann dem Vorfahren zu Hilfe eilt und schlussendlich dem jeweiligen Endgegner der Epoche gegenübersteht. Die einzelnen Missionen bestreitet man dabei abwechselnd mit Sly oder seinen Gefährten bzw. Vorfahren, wobei der Schwerpunkt auf der Familie Cooper bleibt. Behände hüpft man durch die Level und kann sich per Knopfdruck selbst auf Drahtseilen oder schmalen Antennenspitzen und anderem ausbalancieren. Nur vereinzelt wird man etwas durch die Kameraführung gehandicapt.

In den Kämpfen hat jede Figur leicht unterschiedliche Manöver, wobei besonders bei Sly und seinen Ahnen der Trick meist darin besteht, den Wachen schlichtweg aus dem Weg zu gehen. Natürlich ist der Schwierigkeitsgrad nicht überragend hoch, doch die runde Inszenierung und das verwinkelte Level-Design laden zu langen Erkundungsausflügen ein. Überall sind kleine Boni versteckt die gesammelt werden wollen und die den Erwerb neuer Fähigkeiten oder Hilfswerkzeuge ermöglichen.

Und ich dachte immer Robin Hood ist ein Fuchs!?

Während Murray und Bentley gänzlich eigene Aktionen und Angriffe haben, stehen den Cooper-Vorfahren nur je ein bis zwei besondere Manöver zur Verfügung, die aber dem ganzen ausreichend Vielfältigkeit geben. Zusätzlich gibt es nämlich noch Kostüme die Sly besondere Fähigkeiten geben. Als Samurai besitzt er einen feuerfesten Schild, während er als Gefängnisinsasse mit seiner Beinkugel Hindernisse zerschmettern oder aus dem Weg schubsen kann. Spätestens bei den Bosskämpfen werden alle diese Möglichkeiten dann auch ausgereizt, ehe man die Reise in die nächste Epoche antreten kann.

Alt: Uhren mit beleuchtetem Ziffernblatt!

Technisch ist das Spiel solide, reizt die Hardware aber längst nicht aus. Die bewusst kantige Umgebungsgrafik weckt Erinnerungen an PS2-Zeiten und verpasst dem Spiel einen dezenten Retro-Touch. Dennoch sind die Landschaften weitläufig und gerade die Animationen können in Gänze überzeugen. Dem Cross-Play-Feature des Spiels kommt dies zupass. Die musikalische Untermalung kommt flott daher und passt immer gut in die jeweilige Epoche. Zum Crossplay sei vermerkt, dass man mit der PS3-Version die Vita-Version kostenlos herunterladen kann, aber nicht umgekehrt. Wer also beide Systeme hat, sollte sich definitiv die PS3-Version kaufen um dann unterwegs auch auf der Vita weiterspielen zu können.


Review
 | Quirliger Einbrecher mit zeitlosem Spaßfaktor

Ich muss gestehen, ich war skeptisch. Auf dem Papier liest sich Sly Cooper: Jagd durch die Zeit wie ein Relikt der PS2-Hochzeiten. Und auch wenn das fertige Spiel nicht an Perlen wie Super Mario Galaxy herankommt, ist der Herr Cooper alles andere als von gestern. Das Spiel ist herrlich unkompliziert, flott, leichtfüßig und auch ältere Semester können sich wunderbar unterhalten lassen.
Zu einem ganz großen Wurf fehlt noch ein Quentchen mehr Abwechslung und Raffinesse, aber auch so gehört der Titel bei jedem Jump'n Run-Fan auf die Pflichtliste. Die deutsche Synchro geht im Übrigen durchaus in Ordnung, aber die englische ist dennoch insgesamt die empfehlenswertere.

  -  Alexander Lachwitz



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