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30. April 2013
Review
  LEGO CITY UNDERCOVER
  [ Nintendo WiiU ]   

LEGO CITY UNDERCOVER Wie lässt ein Verbrecher alle Spuren verschwinden? Abfackeln ist von gestern. Heute wird draufgehauen bis alles in Klötzchen zerfällt. So hat man auch gleich alles um sein Fluchtauto zu bauen. Nur dumm wenn die Polizei dann mit WiiU-Scanner-GamePads die Spuren verfolgt.
Klötzchen, Scanner...? Nein, wir haben keine illegalen Drogen konsumiert, nur das neueste LEGO-Videospiel getestet.

Nach Harry Potter, Indiana Jones, Star Wars u.v.m. bedient sich die dänische Klötzchenfirma, bzw. Traveller’s Tales Games für ihr neuestes Spiel mal keiner Fremdlizenz, sondern nutzt das über Jahre gewachsene Portfolio an Stadtbaukästen zum heiteren Großangriff auf den OpenWorld-Vorreiter GTA. LEGO City Undercover kommt mit dem, der Lego-Reihe eigenem Humor daher und scheut sich nicht, große Szenen aus GTA, aber auch aus diversen Polizeifilmen und Serien, zu persiflieren. Als Polizist Chase McCain kehrt ihr nach längerer Abstinenz zurück nach LEGO City, da ein alter Erzfeind von ihm wieder auf freiem Fuß ist, und durch Chases eigenes Verschulden noch seine Herzdame in Gefahr gerät.

Einmal posieren - solang noch alles heil ist!

Kaum sind wir also zurück in LEGO City und haben uns mit unseren Kollegen und Vorgesetzten mehr oder weniger angefreundet, geht's auch schon zum ersten Einsatz. Aber halt, vorher bekommen wir noch unsere Uniform und einen Polizei-Scanner, der das Äquivalent zum GamePad in der Spielwelt darstellt. Für Chase ist es ein Universalwerkzeug, das sowohl die Umgebung nach interessanten Objekten oder Hinweisen abscannt, als auch ein Kommunikator um neueste Informationen und Hinweise von den Kollegen zu erhalten. Der Spieler kann das Gerät darüber hinaus noch als Navigationshilfe innerhalb der Stadt nutzen. Zwar artet das Scannen der Umgebung schnell mal in die eine oder andere Verrenkung aus, dennoch macht es Spaß, da der Einsatz nicht übertrieben ist und das GamePad vor allem ungemein schnell und präzise reagiert. Nur Zuschauer können mit Mühe eine minimale Verzögerung erkennen.

Das Spiel besteht sowohl aus Jump n' Run Elementen, einem sehr schlichten aber motivierendem Kampfsystem, Renneinlagen, diversen Minispielen und vor allem der Jagd nach weiteren Bausteinen. Zwar nicht alles, aber doch das meiste im Spiel ist aus LEGO-Steinen gebaut und lässt sich daher zerstören. Die dabei erhaltenen Steine sammelt der Spieler fleißig ein, um kleinere oder auch größere Objekte zu bauen. Für die größeren sind dann auch oft sogenannte Supersteine nötig, die zwar besser versteckt sind, dafür aber auch gleich einige tausend Steine wert sind. Abseits davon werden auch Münzen gesammelt, die den Rang von Chase erhöhen.
Neben den Steinen sind die freischaltbaren bzw. sammelbaren Kostüme sowie neue Fahrzeuge ein großes Augenmerk des Spiels. Ganz im Stil von GTA kann man im Grunde alle Fahrzeuge die man auf den Straßen findet flugs kapern. Aber erst wenn man spezielle Fahrzeugsymbole findet, wird das Fahrzeug in den eigenen Fundus überführt. An mehreren Stellen im Spiel kann man sich Lieferstellen bauen, an denen man sich kostenlos Fahrzeuge aus dem eigenen Fuhrpark liefern lassen kann, selbst die Farbe lässt sich wählen. Freilich sind wir nur noch in rosa Polizeiautos auf Streife....

Im Laufe der Geschichte erkundet man die gar nicht mal so kleine Stadt und diverse Nebenschauplätze wie Banktresore, Gefängnisinseln oder Minenschächte. Alle diese Gebiete bleiben auch nach dem Fortgang der Handlung weiter verfügbar und können vom Spieler beliebig oft erkundet werden. Dies wird auch nötig sein, wenn man den Anspruch hat das Spiel mit 100% zu beenden. So mancher mag überrascht sein, wenn er das Spiel mit gerade mal 20-30% beendet. LEGO City Undercover gehört zu den Spielen die wirklich Geduld vom Spieler verlangen wenn man absolut alles erkunden will. Das liegt nicht nur daran, dass an vielen Stellen der Stadt einzelne Steine oder Boni nur schwer zugänglich sind, einige Bereiche sind auch erst dann zugänglich, wenn man das richtige Kostüm hat. - Kostüm?

Das kleine Rotkäppchen möchte aus dem Klötzchenparadies abgeholt werden!

Ihr erinnert euch an die Uniform die wir anfangs erhalten haben? Als Polizist haben wir beispielsweise Zugriff auf den Scanner und eine sehr coole Enterhakenpistole. Haben wir das Kostüm des Bergarbeiters, können wir Sprengstoff verwenden, im Verbrecherkostüm Schlösser knacken und so weiter und so fort. Auch in den ersten Gebieten findet man schon viele Bereiche die erst mit Kostümen aus dem späteren Spielverlauf zugänglich sind. Dieses Backtracking bleibt dennoch verschmerzbar, da es zum einen für die Haupthandlung nicht relevant ist und man auch beim erneuten betreten bekannter Gebiete meist noch sehr viel entdecken kann, das einem vorher entgangen ist; selbst in den schon von Anfang an zugänglichen Bereichen.

Es müssen nicht immer Autos sein!

Damit wird auch kompensiert, dass die Stadt längst nicht an die Ausmaße eines GTA herankommt. Die Langzeitmotivation und der Entdeckerdrang sind daher bei den meisten wohl auch geringer als beim großen Vorbild, doch gibt es im Gegenzug eine sehr amüsantes Spielerfahrung, die zu vielen kurzweiligen Runden einlädt und überraschend oft aufs Neue zu faszinieren weiß.
Technisch gibt sich das Spiel, wenig überraschend, keine Blöße, auch wenn die Grafik natürlich längst nicht alle Kapazitäten ausreizt. Störend sind nur die relativ langen Ladezeiten (was selbst Chase süffisant kommentiert...), zumindest bei der Disc-Version. Oft tauchten Münzen auch erst ab einer geringen Entfernung auf, was das Einsammeln während der Fahrt etwas kniffliger machte, im Spielverlauf aber wenig stört, da man die meisten Münzen eh zu Fuß sammelt.
Mehrspielermäßig hat der Titel leider überhaupt keine Angebote und bietet höchstens für interessierte Zuschauer gute und durchweg sehr spaßige Unterhaltung.


Review
 | Gefährliches Suchtfutter für's Kind im Manne!

Wenig überraschend hat das über Jahre ausgefeilte LEGO-Konzept eine wunderbar spaßige Symbiose mit dem ebenso erprobten OpenWorld-Konzept vollzogen. Natürlich ist LEGO City Undercover eher ein Light-OpenWorld-Titel, denn viele der Möglichkeiten zur Anpassung und zum entdecken neuer Nebengeschichten etc. fehlen hier schlichtweg. Die Minispiele sind nicht immer jedermanns Geschmack, aber allein der Humor, der einem auch einige Absurditäten moderner Spiele vorhält hält einen dann doch bei der Stange.
Dass es aber nicht mal für einen Splitscreenmodus gelangt hat, ist wirklich bedauerlich, denn das Spiel schreit mit jeder Faser danach, dass man zu zweit oder gar in einer kleinen Gruppe eine derbste Gaudi hat.
Aber auch alleine kann sich LEGO City Undercover wirklich sehen lassen und ist trotz lästiger Ladezeiten ein Pflichttitel für alle WiiU-Besitzer, die das Kind in sich noch nicht ganz vergessen haben.

  -  Alexander Lachwitz


Review
 | Das richtige Spiel,...

...zur richtigen Zeit, für die richtige Konsole!
Ich bin ganz ehrlich: Der einzige LEGO-Titel in meiner Sammlung ist LEGO Rockband! Denn weder bin ich ein großer Freund von Jump'n Runs noch von den verwursteten Lizenzen (und wenn doch, wollte ich sie so nicht sehen). LEGO City Undercover hat mich aber begeistert! Das Spiel trieft vor witzigen Dialogen und bietet mit seinem Setting nicht mehr nur eine, sondern hunderte Populärkultur-Querschläger. Mit Dirty Harry und Columbo auf einem Revier abhängen? Ja bitte! - Hier wird sich auch nicht auf Polizeifilme beschränkt, sondern allerlei durch den Kakao gezogen, wo wirklich nur sehr große Kinder mitlachen werden. Aber auch spielerisch gibt es mehr Abwechslung denn je, mal in typischer LEGO-Manier Jump'n Run Rätselnd auf engem Raum und dann wieder wie in den weitläufigen Mission eines GTA. Die grauenvollen Ladezeiten zu Spielbeginn und immer wenn man von geschlossenen Arealen in die Stadt tritt, sowie die etwas unstetige Bildrate in selbiger sind die einzigen Ärgernisse. In jedem Fall gilt: Ein grandioser WiiU-Exklusivtitel ohne Lizenzmüdigkeit, der auch auf keiner andere Plattform besser aufgehoben wäre!

  -  DS_Nadine



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