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29. Januar 2013
Review
  DMC - DEVIL MAY CRY
  [ 360 / PC / PS3 ]   

DMC - DEVIL MAY CRY Wenn einem wirklich nichts einfällt, wie eine Geschichte weitergehen soll, beginnt man einfach am Anfang und erzählt quasi die Vorgeschichte der bisherigen Ereignisse. Das macht nicht nur Hollywood regelmäßig, sondern mittlerweile auch immer häufiger die Spieleindustrie. Nebenbei wird dem Hauptprotagonisten noch ein Facelifting verpasst und schon sprudelt die Geldquelle wieder.

Aber so einfach ist das nicht. Capcom und Ninja Theory liefern hier nicht Ware von der Stange ab, sondern haben sich wirklich Gedanken gemacht, wie diese Spieleserie stilvoll weitergeführt werden kann. Irgendwann muss jede Serie, auch wenn sie noch so erfolgreich ist, überarbeitet werden, bevor sie sich zu Tode läuft. Hier wurde jetzt der Schnitt nach Teil 4 begonnen, um dem DMC Universum neues Leben einzuhauchen. Und ob der Plan aufgegangen ist, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen.

Wahrlich ein Vergnügungspark!

Beginnen wir zuerst mit der Optik des Helden. Dante wurde nicht nur verjüngt, sondern bekam auch eine neue Frisur (samt Farbe) und deutlich coolere Klamotten verpasst. Seine Art zu reden, seine Bewegungen, alles wurde der heutigen Zeit angepasst. Der Charakter scheint jetzt mehr dem westlichen Bild eines Helden zu entsprechen und hat zu Beginn des Spiels (Dante fliegt nackt durch seinen Wohnwagen, aber zufällig wird sein Pillemann immer verdeckt) wenig mit unserem alten Dämonenjäger gemeinsam. Man kann sagen, Devil May Cry ist endlich im neuen Jahrtausend angekommen und hat den Staub der vergangenen Jahrhunderte abgelegt.

Die Story dreht sich um die junge Sturm & Drang Phase unseres Dämonenmetzgers. Er ist naiv und noch etwas grün hinter den Ohren. Seine Herkunft und die Kräfte, die in ihm schlummern, liegen noch im Verborgenen. Erst so langsam, durch bruchstückhafte Erinnerungen und der Begegnung mit Kate, welche ihn zum 'Orden' führt, einem Geheimbund, der die Herrschaft der Dämonen über die Menschen brechen will, kommt Licht ins Dunkle. Dort trifft er auch zum ersten Mal auf seinen bis dahin unbekannten Zwillingsbruder Virgil. Beide sind Nephilin; Sprösslinge der Liebe zwischen einem Teufel & einem Engel. Mit unglaublichen Kräften aus beiden Welten ausgestattet und dadurch ständig von den Bluthunden des Teufels gejagt, beginnen sie gemeinsam einen aussichtslosen Kampf gegen 'Mundus', der einst ihre Engelsmutter Eva das Herz aus dem Leib riss und den Dämonenvater Sparda in die tiefste Hölle verbannt hat.

Auf den Spieler warten 20 abwechslungsreiche und visuell wirklich beeindruckende Missionen. Mal bricht die Hölle los und die Welt geht unter, dann steht die Welt auf dem Kopf, nehmt an einer 'Spielshow'" teil oder durchwandert eure Erinnerungen. Ihr pendelt immer zwischen realer Welt und dem Limbus, einer Art Teufelsuniversum, wo die Dämonen regieren und Dante ständig in Kämpfe verwickelt wird. Die Zwischensequenzen sehen toll aus und bringen die Story gut voran. Die Synchronisation ist als gelungen zu bezeichnen, denn die zum Teil witzigen, sexistischen und sarkastischen Dialoge bei DMC passen sich perfekt in die Atmosphäre des Spiels ein. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade; Mensch, Teufelsjäger und Nephilin, welche zu Beginn jeder Mission einstellbar sind. Erreicht ihr die Credits (nach ca. 10 Stunden), schaltet ihr den nächsten Modus frei. Insgesamt sind vier weitere Schwierigkeitsgrade freispielbar, welche aber nur für wahre Teufelshardcorekiller geeignet sind. Aufgrund von vielen Geheimtüren, welche zu Beginn noch verschlossen sind, lohnt sich hier allerdings wirklich mal das erneute durchspielen der 20 Missionen. Positiv zu erwähnen ist der Soundtrack; die Techno- und Death Metal- Einlagen von Combichrist und Noisa sind echt der Knaller und passen wie die Faust aufs Auge.

Deine Mutter ist so fett, die passt nicht mal bei Lidl unter die Kasse um 'Piep' zu sagen!

Also Anlage aufdrehen, losschnetzeln und genießen. Die Missionen sind gut zusammen gemixt; ob kleinere Rätsel, Dämonen abschlachten, von einem Vorsprung zum Nächsten schwingen, große Hindernisse aus dem Weg räumen, Geheimtüren öffnen und Mini- Missionen erfüllen oder auch mal Boss- Gegner plattmachen, niemals kommt Langeweile auf.
So muss ein Spiel sein!

'Obey'?! - Ok, 'Sie Leben'. Wo ist meine Sonnenbrille?!

Das Kampfsystem ist im Grunde genommen gleich geblieben, wurde aber von den Entwicklern an vielen Stellen positiv verfeinert. Egal, ob mit seinen bekannten Waffen 'Rebellion' (Schwert) und den zwei Pistolen 'Ebony & Ivory' oder den neuen Mord-instrumenten (Axt, Sense, Panzerhandschuhe, Schrottflinte, usw.), die Handhabung ist kinderleicht und für Profis heißt es nun, unglaubliche Kombo- Rekorde (= viele Stilpunkte) aufzustellen. Ob am Boden oder in der Luft, die Steuerung unseres Helden und der Waffen lassen keine Wünsche offen. Jede Waffe hat seine Vor- und Nachteile, d.h. ob ihr mit einer Engels- oder lieber mit einer Dämonenwaffe zuschlagt, richtet sich nach eurem Gegner. Dies ist am Anfang noch ganz leicht, aber wenn nach einiger Zeit gleichzeitig verschiedene Gegnertypen auftauchen, ist eine taktische Auswahl der Gebrauchswaffen überlebenswichtig. Zusätzlich sammelt Dante Lebenssterne, Goldene Kugeln, verlorene Seelen, Schlüssel für Geheimtüren mit Spezialmissionen und Dämonentriebenergiesterne ein. Letztere katapultieren aller Gegner bei voller Leiste in die Lüfte und werden dann genüsslich vom Dämonen-Dante zu Konfetti zerfetzt.


Review
 | LET´S DANCE TO HELL!

Viel Kritik prasselte auf die Entwickler von Capcom nieder, als die ersten Bilder des neuen Dante auftauchten, aber man blieb dem eingeschlagenen Weg treu und hat meiner Ansicht nach mit dem neuen Spieldesign den besten Teil der Serie geschaffen. Bei der Steuerung und dem Kampfsystem gibt es rein gar nichts zu meckern; visuell sind die Level wirklich beeindruckend gestaltet, die Dämonen und Boss- Gegner sind abwechslungsreich und erfordern mit der neuen Dämonen/ Engelsbewaffnung wirklich taktisches vorgehen. Einfach ein gelungener Mix aus Kämpfen, Hüpf- und Tarzan- Einlagen, kleineren Rätseln, guter Story, toller Optik und genialer Soundkulisse. Seit langem wieder ein Titel, wo ich nicht das Ende herbeigesehnt habe, sondern gerne weitergespielt hätte (Profis werden leider schon nach 8-9 Stunden das Ende im Normalmodus sehen). Kurzum, Dante war niemals cooler. Minimum 4 von 5 Dämonentriebsternen.

  -  Daniel Schulte-Krumpen



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