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23. Januar 2013
Review
  WÄCHTER VON MITTELERDE
  [ 360 / PS3 ]   

WÄCHTER VON MITTELERDE Multiplayer Online Battle Arena, kurz MOBA, ein Genre, dass durch League of Legends von 2009 und DotA, Defence of the Ancients, bekannt und beliebt geworden ist, ist ein hochtaktisches Spielgenre. Für den Gelegenheitsspieler damit schwer zugänglich, bietet sich jetzt auf der Konsole eine Gelegenheit, durch Der Herr der Ringe - Wächter von Mittelerde von Entwickler Monolith doch Zugang zu finden. Das Spiel bringt genügend bekannte Charaktere einer hochwertigen Lizenz und kommt mit dem Start vom Kinofilm 'Der Hobbit' zum richtigen Zeitpunkt.

Grundidee des Spiels ist, in einem Team von fünf Kämpfern die gegnerische Basis zu erobern und zu zerstören. Dazu braucht man aber den richtigen Einsatz und Kombination von Fähigkeiten, Tränken und Gürteln.

"Macht'n Kreis! Macht'n Kreis!"

Für diese Kämpfe stehen drei Modi zur Verfügung: Skirmish, Battlegrounds und Elite Battlegrounds. Im Skirmish kämpft man mit 5 Spielern online gegen Bots, Battleground ist ein 20-Minuten-Kampf und in Elite Battlegrounds gibt es kein Zeitlimit, das heißt, es wird solange gekämpft, bis eine Basis zerstört werden kann. Es stehen dafür leider (bisher?) nur zwei Karten zur Verfügung; der Season-Pass lässt dort auf Besserung hoffen.

Wie laufen die Kämpfe nun ab? Ihr stürmt zusammen mit eurem Team und euch unterstützenden, einfachen Soldaten gegen das andere Team vor. Dabei levelt ihr den eigenen Wächter auf, indem ihr Creeps, Soldaten oder gegnerische Wächter erledigt oder Assists für andere Wächter im Team macht. Jedes Hochleveln verschafft euch die Möglichkeit, einen eurer vier Angriffs-Skills zu verbessern. Der vierte Skill ist hierbei der Stärkste und kann erst ab Level fünf eingesetzt werden. Ein Kampf dauert grundsätzlich zwanzig Minuten. Wenn bis dahin von keinem der Teams eine Basis zerstört werden konnte, gewinnt das Team mit der höchsten Punktzahl. Punkte werden durch Kills erzielt; das Team mit dem ersten Kill erhält elf Punkte, weitere Kills werden mit zehn Punkten belohnt.

Zusätzlich kann man im Match Erfahrungspunkte sammeln, indem man zum Beispiel versteckte Trolle, Warge oder Spinnen erledigt, die auf dem Weg zur gegnerischen Basis am Rand der Karte oder zwischen den Lanes lauern. Zur Verteidigung hat das eigene Team Türme und Kasernen zur Verfügung, die ebenfalls aufgerüstet werden können und sollten; aus Türmen werden dadurch Schnell- oder Doppelschusstürme und aus Truppen können berittene Truppen gemacht werden.

Das Alles klingt relativ komplex, ist aber gegenüber LoL und DotA sehr vereinfacht und die Matches sind wesentlich kürzer. Im Vergleich können die Matches auf dem PC durchaus eine dreiviertel Stunde bis eine Stunde dauern. Tatsächlich bin ich als Genreeinsteiger auch über andere Vereinfachungen, die für die Konsole gemacht wurden, sehr froh; beispielsweise kann ich mir das zusätzliche Verbessern der Ausrüstung während des Spiels in Shops, wie es bei den anderen MOBAs der Fall ist, sparen.
Lobenswert ist auch, dass die Steuerung einfach und einprägsam gehalten wurde. Die Hauptfähigkeiten eines jeden Charakters sind auf die Funktionstasten gelegt, Tränke auf das Steuerkreuz und auswählbare Kommandos wie die Heilung auf eine Schultertaste.

Der hauptsächliche Reiz des Spiels entfaltet sich für mich nach einigen Partien, wenn man die Kombinationsmöglichkeiten der zur Verfügung stehenden Tränke, Kommandos und Gürtel mit verschiedenen Edelsteinen und bei unterschiedlichen Charakteren ausprobieren konnte. Die eigene Klasse kann aus Angreifer, Verteidiger, Zauberer, Krieger und Taktiker gewählt werden. Es kann durchaus dazu kommen, dass Charaktere aus den verschiedenen Lagern in einem Team spielen, wie zum Beispiel Thorin Eichenschild und der Hexenkönig. Für mich war es verwirrend, Gut und Böse im selben Team zu haben, ich kann mir vorstellen, dass das für manch andere HdR-Fans auch der Fall ist.

Ein großer Fernseher ist klar von Vorteil!

Wichtig ist noch: Wächter von Mittelerde ist ein Teamspiel und dabei kommt es nun mal auf die Zusammensetzung des Teams an. Leider liegt hier der Schwachpunkt des Spiels: Das Matchmaking funktioniert nicht richtig gut. Nicht, dass sich keine Mitspieler oder Gegner online finden lassen, auch wenn nach meiner Erfahrung zu Stosszeiten die Suche schon mal zehn Minuten dauern kann. Das Problem ist eher, dass man keinerlei Einfluss auf die Stärke der Teammitglieder hat, außer man lädt sich schon bekannte Mitspieler ein. Auch konnte ich nicht feststellen, dass das System eine Vorauswahl durch Filter trifft. So kann es dazu kommen, dass Spieler mit völlig unterschiedlichen Erfahrungsgraden und aus verschiedenen Regionen zusammen oder gegeneinander spielen müssen, was für alle Beteiligten Spieler zu einem frustrierenden Erlebnis führen kann.

Auf der Flucht: Gollum musste ganz schön Haare lassen!

Trotz dieses Wermutstropfens wollte ich immer noch eine Partie anhängen - das Spiel kann schon in kürzester Zeit einen beträchtlichen Suchtfaktor entwickeln und zwanzig Minuten lassen sich immer noch opfern. Denn wenn man Spielpartner gefunden hat, die passen, macht es wirklich großen Spass und ist extrem motivierend.

Den Seasonpass ist übrigens empfehlenswert, weil darin zusätzliche Download-Charaktere wie Bilbo Beutlin, Thorin Eichenschild und der große Bilwiss sowie Karten wie die Auenland-Karte enthalten sind.


Review
 | MOBA-Suchtpotenzial auch für Anfänger

Wer sich bisher im MOBA-Genre nicht auskannte, sollte sich nicht davon abschrecken lassen, es nun auf der Konsole zu probieren. Monolith macht es allen Einsteigern wirklich leicht, sich zurecht zu finden, zumal ein gutes Tutorial und Glossar für spezifische Ingame-Sprache im Spiel eingebaut sind. Dass das Spiel-System vereinfacht wurde, mag vielleicht Hardcore-Gamer abschrecken, aber für mich war es goldrichtig, um nicht gleich bei den ersten Versuchen frustriert zu werden. Bei der Karten-Auswahl dürfte für meinen Geschmack noch nachgebessert werden, zwei Karten sind wirklich etwas dürftig. Mit zwanzig Charakteren ist aber für andauernden Spielspaß und Motivation gesorgt; jeder wird den Charakter finden, der seiner Art zu spielen nahe kommt. In der Hoffnung dass das Matchmaking noch verbessert wird:

  -  Jörg Faßbender



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