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22. Januar 2013
Review
  ASSASSIN'S CREED III: LIBERATION
  [ PlayStation Vita ]   

ASSASSIN'S CREED III: LIBERATION Es gibt Sie noch, die System Seller. Also vereinzelte Spiele die den geneigten Nerd so wuschig machen, dass er sich nur dafür ein Videospielsystem anlacht. Sony hat das dabei nicht ganz so leicht wie ein Nintendo, die einen Kassenschlager nahezu garantieren können, sobald Mario, Zelda, Kirby oder Metroid auf der Packung steht. Nein, Sony hat ein reichhaltiges, hochkarätiges Repertoire, welches aber - neben einem God of War - noch kein derlei Kultstatus erreichen konnte. Wie gut das es Dritthersteller gibt und ein Metal Gear Solid 4 im Alleingang Unmengen an PS3s absetzen kann; etwas wovon Sonys jüngstes Baby bislang nur träumen konnte.

Wie gut das jetzt auch auf PSVita die Dritthersteller Exklusivtitel landen, um Boden Wett zu machen... oder auch nicht (siehe Call of Duty Black Ops: Declassified). Einer der Vielversprechendsten Titel hierbei Zweifelsohne Assassin's Creed III: Liberation!

Gerne würde ich euch hier ein paar aussagekräftige und 'echte' Screenshots präsentieren...

Oh ja, es hätte so schön werden können; ist es an sich sogar. Das junge Amerika, seine belebten Straßen, die Sümpfe und die ansehnliche Protagonistin zeigen, trotz kleiner Slowdowns, wie viel Power in der Vita steckt.

Wenn man frei wie der Wind über alles kraxelt was nicht Niet und Nagelfest ist und den höchsten Punkt der Stadt zu erreichen um die Aussicht zu genießen, fühlt es sich an als hält man ein vollwertiges Assassin's Creed in der Hand. - Das ist dann der Moment wo man das Spiel ausmachen sollte, in wohliger Erinnerung schwelgen und das Modul entsorgen (denn Verkaufen ist assig, wir wollen ja niemand wissentlich quälen).

Doch noch mal einen Schritt zurück. Wie immer startet man in einem Apparatus, der einem das Reisen in seine genetischen Erinnerungen ermöglicht. Nur das man diesmal nichtzwischen den Protagonisten (dem in dessen Vergangenheit man schlüpft und der, der in der Maschine liegt) hin und her wechselt sondern die ganze Zeit in der Haut der Heldin Aveline verbringt.

Die ist die Tochter einer Bediensteten und indirekten Nebenfrau (Ex-Sklavin) eines reichen Händlers, die in ihrem Kindesalter verschwunden ist. So wuchs Aveline als quasi Adelige auf, die mit dem Sklavendasein Vertraut ist und irgendwie einen Grund hat auch noch ein Assassine zu sein. Das ist auch eines der wesentlichen Neuerungen im Spiel, der Wechsel zwischen diesen Rollen.

So kann Aveline, so es die Story erlaubt, zwischen Adeligen-, Sklaven- und Assassinen Outfit wählen, was ihr unterschiedliche Möglichkeiten eröffnet. Als Adelige kann Sie so z.B. mit ihrem ausladenden Kleid keine Wände erklimmen, dafür aber Männer bezirzen an ihrer Seite zu sein und so als Leibwächter zu fungieren. So gut die Idee, so lahm die Umsetzung. Ebenso wie Fable, wo man sich auf den Marktplatz stellen kann und Leute anpupsen, um die allgemeine Beliebtheit zu steigern, wirkt auch hier das Abschleppmanöver auf Knopfdruck.

Sei es drum. Selbst im Kostüm der Edeldame seid ihr in der Kunst des Mordens bewandert. Sehr gut bewandert sogar. So unglaublich gut, dass die gesammelten Einwohner der Stadt niedergemeuchelt würden wenn man die PSVita nur zwischen seine Gesäßbacken klemmen und ab und zu zusammenkneifen würde um ein paar Knöpfe zu drücken.

..., da Ubisoft aber scheinbar nichts derlei zur Verfügung stellt und ich keine eigenen Screenshots geschossen habe...

Immerhin bleibt einem die Story in der Aveline versucht eine vermeintliche Verschwörung der Spanier, ihrer Mutter und vermutlich irgendwelcher Vodoo Leas zu verhindern. Wirklich klar wird das ganze nämlich nicht wirklich, dafür bietet Assassin's Creed III: Liberation ein hervorragendes Negativbeispiel für schlechte und unstringente Geschichtenerzählung. So folgt einer vollendeten Mission gerne keine 'Abschlussbesprechung', sondern ein mehr oder minder zusammenhängender folgeeinsatz der eure Phantasie zum Auffüllen der Handlungslücken bemüht. Zusammenhänge sind folglich rar und Zwischensequenzen gehen gerne einmal alles andere als 'nahtlos' ins Spiel über.

So ist nie ersichtlich wann ein Weg genommen werden muss (zu oder von einer Mission) oder wann man sich plötzlich dorthin teleportiert. Der schlimmste Schnitt war von einer ruhigen Zwischensequenz-Einsatzbesprechung auf einmal in einem Quicktime Event gegen einen Killeraligator.

...hier also drei nahezu identische, leicht geschönte Pressescreenshots.
(Das Spiel bietet tatsächlich mehr Szenarien und Abwechslung.)

War es das mit dem Gemotze? Nein, leider nicht. Was nämlich ebenfalls hinter der Grafik hinten anstehen muss ist der Ton. So erliegen Neben-Dialoge von Passanten, Geräusche und Musik teils unbarmherziger Kompression. Die reicht von unschön bis zur nahezu völligen Unkenntlichkeit.


Review
 | Vollpreis Grafikdemo

Assassin's Creed III: Liberation zeigt gekonnt, wie ein AAA-Titel aussieht dem kurz vor Schluss weg die Zeit, das Geld oder vielleicht der Glaube an einen kommerziellen abhanden gekommen ist.
Denn eines ist klar: Die Kern-Mechaniken stimmen und funktionieren und Ambitionen gab es auch. Die Elemente die das Spiel versauen fallen allesamt unter Feinschliff oder, im Falle des stark kompressierten Tons, 'Geiz' in eine größere Speicherkarte zu investieren.
So bleibt eine unfertig und überladen wirkende, stümperhaft erzählte Auskopplung, die in ihrer Gesamtheit zwar ansehnlich und 'spielbar', aber schwächer als der (Feature arme aber in sich stimmige und hoch polierte) Erstling ist.
Eins ist Assassin's Creed III: Liberation jedenfalls nicht: Der erhoffte System-Seller.

  -  DS_Nadine



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Metakritik  

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1
Eure Meinung
AvatarNico

Da stimme ich dir vollkommen zu. Ich war genauso schwer enttäuscht gewesen von dem Teil. Was auch erwähnenswert ist, ist dass es am Anfang total verbugt war... Und das sogenannte Crossover zum AC 3er gestaltet sich in einer Mission wo man eher alleine herum turnt und Coner (Hauptheld aus AC 3) blöd in der Gegend steht... Ich vermute echt, dass Ubisoft seine ganze Liebe und Fleiss in AC 3 gesteckt hatte und dem Ableger auf der Vita nur das Allernötigste reingesteckt hat. Schade leider... Hat wie du sagt Potential gehabt

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