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19. Dezember 2012
Review
  WONDERBOOK: DAS BUCH DER ZAUBERSPRÜCHE
  [ PlayStation 3 ]   

WONDERBOOK: DAS BUCH DER ZAUBERSPRÜCHE Wonderbook: Das Buch der Zaubersprüche ist das erste Spiel, welches Sonys neues Wonderbook unterstützt, das dieses Jahr erstmals auf der E3 vorgestellt wurde. Das Spiel, welches der neuen Peripherie mitgeliefert wird, ist im Harry Potter-Universum angesiedelt und wurde in Zusammenarbeit mit J.K. Rowling persönlich entwickelt.

Die ganze Idee hinter Wonderbook ist eigentlich recht simpel. Das Buch an sich ist nichts anderes als eine Sammlung großer QR-Codes, die von der PlayStation Eye Kamera ausgelesen und in Bildern und Animationen auf dem Bildschirm umgesetzt werden. Den erzeugten Effekt kann man durchaus als genial bezeichnen. Die Interaktion mit dem Buch erfolgt durch einfaches Umblättern sowie über den PlayStation Move Controller und Gesten. Das Spiel, welches eigentlich mehr eine interaktive Geschichte ist, handelt von einem alten Zauberbuch, das man in der Bücherei von Hogwarts findet. Es ist nun an dem Spieler von Kapitel zu Kapitel des Buchs die verschiedenen Zaubersprüche und deren Geschichte kennenzulernen und diese dann auch anzuwenden. Trotz der Mitwirkung der Harry Potter-Autorin ist der Inhalt der Geschichte relativ dünn, weiß aber durchaus mit seiner Präsentation und seinen Einfällen zu unterhalten. Dazu gehört auch die Art und Weise mit der der Move Controller im Bildschirm zu einem Zauberstab verwandelt wird. Die Abbildung der Bewegungen die man mit dem Controller macht ist hierbei wunderbar präzise. So wird man zusammen mit der Darstellung des Buches noch weiter in die Spielewelt versetzt. Diese Präzision und den damit verbundenen Effekt vermisst man oft bei anderen Bewegungsspielen, sei es nun Move selbst, die Wii oder Kinect.

Bobbin Threadbare was here.

Wer einmal Kinectimals gespielt hat, wird sich darin erinnern, dass er mit etwas interagieren musste, dass eigentlich gar nicht vorhanden war. Wollte man sein Kinectimal streicheln, so griff man in die Luft, machte entsprechende Gesten und versuchte die Hand so zu halten, dass diese mit der Position des Tieres auf dem Bildschirm übereinstimmte. Das sah dann zwar auf dem Bildschirm klasse aus, aber man musste seine Vorstellungskraft doch arg strapazieren. Hier verhält sich mit dem Wonderbook anders, wenn man z.B. anfangs den Staub vom Buch wischen muss, soliegt dieses Buch tatsächlich vor einem und man muss es wirklich berühren. Die Spielerfahrung ist hierbei wesentlich glaubhafter und intensiver.

Mit den gerade einmal zwölf Seiten des Wonderbooks könnte man sich fragen, wie man hier ein Spiel mit einem gewissen Umfang präsentiert. Das Buch der Zaubersprüche löst es so, dass die Geschichte in fünf Kapitel aufgeteilt ist, welche man im Menübildschirm auswählen kann. Mit jedem Kapitel fängt man mit dem Wonderbook wieder von vorne an. Dem Umfang sind hier also theoretisch keine Grenzen gesetzt.

Als erster Titel, der das Wonderbook unterstützt, besitzt das Buch der Zaubersprüche sicherlich einen gewissen anfänglichen Wow-Faktor. Das angepeilte jüngere Publikum hat in jedem Fall Spaß mit dem Spiel und Harry Potter-Fans werden sich an den 20 bekannten Zaubersprüchen und vielen Teilen der Geschichte erfreuen. Besitzt man einen Pottermore-Account, so kann man diesen für ein paar Extraüberraschungen verbinden.

Selbst für einen großen Fan von Harry Potter kann das Das Buch der Zaubersprüche auf lange Sicht hin langweilig werden, da sich hier vieles wiederholt. Dies ist auch der Knackpunkt, der vielleicht gegen diesen Titel sprechen kann. Abgesehen von dem tollen Effekt und der neuen Spielerfahrung, bietet er außer ein paar Minispielen relativ wenig Spielsubstanz. Hat man einmal alles von dem Buch und der Geschichte gesehen, so ist auch der Wiederspielfaktor relativ gering.

Da sag noch einer wir machen unsere Screenshots nie selbst! (Vielen Dank an 'Testkind' Malena.)

Grafisch gesehen beeindruckt Das Buch der Zaubersprüche mehr damit wie die Dinge auf dem Bildschirm präsentiert werden als damit wie sie aussehen. Ein großer Teil des Bildes wird eh durch die eigene Wenigkeit, das Buch und den Zauberstab ausgefüllt. Verschiedene Kapitel präsentieren unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen, aber der schönste Teil ist die quasi-dreidimensionale Bilddarstellung auf den Seiten des Buches. Es ist ein wirklich beeindruckender Effekt. Selbst, wenn man das Buch anhebt oder hin und her bewegt, reagieren die Seiten weiterhin entsprechend. Dadurch entsteht ein unglaubliches Gefühl von Tiefe.

David Hasslehoffs Sohn?

Die mystisch angehauchte Musik passt wunderbar in das Harry Potter-Universum. Dies, zusammen mit der tollen Stimme des Erzählers, der tatsächlich ein Hogwarts-Professor sein könnte, versetzt einen auch akustisch in diese Welt. Alleine das Mikrofon ist vielleicht ein klein wenig zu nachgiebig, wenn es um die Aussprache der Zaubersprüche geht. Ein einfaches "Bla-Bla" reicht oft, was aber bei einem Spiel für Kinder auch nicht schlecht sein muss, den die Sprüche sind doch oft kompliziert auszusprechen.


Review
 | Glaubhaft und intensiv!

Das Buch der Zaubersprüche hat zwar nicht die größte Spieltiefe zu bieten, aber zusammen mit dem Wonderbook wird eine vollkommen eigene Art des Geschichtenerzählens erschaffen. Es ist eines jener Spiele mit denen man seine Familie oder Freunde beeindrucken kann, wenn sie einmal zu Besuch sind. Meine Kinder haben es jedenfalls geliebt und intensiv gespielt und ich kann mir gut vorstellen, dass Sie auch von weiteren Titeln, die das Wonderbook unterstützen werden, fesseln lassen könnten. Hier und da kann man sich vielleicht ein paar kleine Verbesserungen wünschen, aber ich bin jetzt schon gespannt, was da noch auf uns zukommen wird. Das Potential ist vorhanden und preislich gesehen wäre es mit den derzeitigen ca. 30 EUR für Buch und Spiel auch zu verkraften, wenn nichts Weiteres kommen würde. Da hat man ja auch schon viele Erfahrungen mit anderem teurem Zubehör machen müssen, aber das steht in einem anderen Buch.

  -  Christian Schmickler



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