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10. Dezember 2012
Review
  MASS EFFECT 3 - SPECIAL EDITION
  [ Nintendo WiiU ]   

MASS EFFECT 3 - SPECIAL EDITION Das wünschen sich alle Spieler: Ein Epochales Spiel als Launchtitel für eine neue Konsole. Fantastische Grafik, fesselnde Handlung, nahezu perfektes Gameplay, was kann da schiefgehen?
Muss man sich Sorgen machen, dass der Titel für andere Konsolen schon seit Monaten verfügbar ist, oder dass es der letzte Teil einer Trilogie ist, deren Vorgänger die Nintendo-Only-Besitzer bisher nicht kennen? Schaun mer ma!

Während Mass Effect erst auf der Xbox und dem PC, später dann auch auf der PS3 viele Loorberen einheimste, sind Nintendo-Jünger bisher leer ausgegangen. Darum gibt's jetzt mal einen kurzen Abriss worum es überhaupt geht.

Lektionen für's echte Leben: 1) Nie einem Fremden die Tür öffnen!

In etwas über 100 Jahren findet die Menschheit Ruinen einer alten Alienrasse auf dem Mars und klaut sich dort genug Know-How zusammen um weiter ins All vorzustoßen. Weiter im All findet man dann die namensgebenden Masseneffektfelder und meistert den Überlichtflug. Prompt trifft man auf andere Rassen und wird (nach einem kleinen Krieg) erstmal als Juniorpartner in die große Allianz aufgenommen. Die Allianz regiert auf der Citadelle, einem weiteren Überbleibsel der ominösen Alienrasse, über die schon die Menschen stolperten.
Held der Trilogie ist der, je nach Spielerwahl, männliche oder weibliche Spectre Shepard. Spectre's sind quasi Supersonderagenten im All, und Shepard ist der erste Mensch unter ihnen.
Shepards erster Job ist die Jagd auf einen abtrünnigen Spectre, der sich mit bösen Mächten eingelassen hat und kurzerhand eine Gefahr für alle darstellt. Drunter geht's ja nicht. Also besorgt sich Shepard viele brave Verbündete, und geht dem Bösewicht die Lichter ausknipsen.
Dummerweise stellt sich raus, dass es noch eine größere Macht im Hintergrund gab... *atemhol*
Kurzum, im zweiten Teil erfährt Shepard mehr über die Hintergründe, wehrt eine größere Gefahr ab und ahnt dass es zu einem wirklich ganz großen Showdown kommen könnte. Natürlich hört niemand auf ihn. Und willkommen bei Mass Effect 3. Die Erde brennt und die gesamte Bevölkerung der Galaxie wird in Kürze von den Reapern, jener großen Macht im Hintergrund, ausgelöscht.

So episch und übertrieben all das klingt, ein Qualitätsmerkmal der Reihe ist ihre große Bodenständigkeit. Erst nach und nach entfaltet sich die Geschichte und man wird angenehm behutsam in die großen Zusammenhänge eingeführt. All dies kommt im beiliegenden digitalen Comic etwas gerafft rüber, bietet dem Spieler aber an entscheidenden Stellen, die Wahl wie sich seine Figur in den Vorgängern verhalten haben soll. Diese Entscheidungen beeinflussen auch den Spielverlauf des aktuellen Spiels.
Immer wieder wird die recht actionlastige Haupthandlung durch kleinere oder größere Gespräche, unterbrochen, in denen neue Entscheidungen fällig sind. Von strahlend-vorbildlich bis abgrundtief rücksichtslos in bester Jack Bauer-Manier kann man dabei wählen, auch wenn es meist nur zwei oder drei Antwortmöglichkeiten gibt. Der Mix macht's.
Auch die Gespräche in denen man mehr über die Figuren und die eigenen Begleiter (die man dieses Mal nicht ganz so ausufernd wie im zweiten Teil zusammensammelt) kann man sehr viel erfahren. Das ist auch nötig, will man sich ihrer treuen Dienste sicher sein, oder gar eine Romanze mit ihnen beginnen. Natürlich, wenn man das Prinzip einmal begriffen hat, sind die Gespräche meist ähnlich aufgebaut, aber trotz der erkennbaren Mechanik sind die Dialoge selbst weiterhin hervorragend geschrieben und auch die deutschen Sprecher machen meist einen vorbildlichen Job.

Aber da es ein Action-Spiel mit leichten Taktik- und Rollenspieleinlagen ist, ist natürlich auch die Technik wichtig. Grafisch gehört der Titel zweifellos zu dem besten was man aktuell auf der WiiU sehen kann. Vereinzelt gab es kleine Fehler aber nur in Dialogszenen, wenn sich eine Figur in Sekundenschnelle drehte. Die Kämpfe liefen bei uns flüssig, Framerateneinbrüche haben wir keine festgestellt, auch nicht im Nahkampf, auch wenn wir diesen nicht so häufig suchten.
Da wir grad von Kampf sprechen. Je nachdem wie man seine eigene Figur am Anfang gestaltet und ihr später Fähigkeitspunkte zuweist, kann man sich einen Frontnahkämpfer, einen Unterstützenden Mischling oder einen Fernkämpfer basteln, der die Befehle aus sicherer Deckung gibt. Dazwischen gibt es diverse Mischformen und die Mischung aus Waffen und biotischen Kräften (quasi leichte Magie im Sci-Fi-Setting) sollte jedem Spieler ermöglichen seine bevorzugten Taktiken zu nutzen.

2) Roboter und Mechs haben keine Eier die man ihnen wegschiessen kann!

Zurück zur Technik. Auch akustisch gibt sich das Spiel keine Blöße. Der aus diversen Hollywoodsoundtracks bekannte Clint Mansell hat (mit ein wenig Unterstützung von Hans Zimmer) einen hervorragenden Score komponiert, der im richtigen Moment das Adrenalin hochtreibt, aber es auch schafft in den ruhigen Momenten Ehrfurcht oder schlicht Entspannung in der ziemlich lebendig gestalteten Welt von Mass Effect auszudrücken. Ein Surround-System oder gute Kopfhörer sind hier quasi Pflicht!
Das Gamepad der WiiU zeigt meistens nur eine Karte, kann im Kampf aber als Schnellzugriffsleiste für verschiedene Befehle an die zwei frei wählbaren Begleiter genutzt werden. Wahlweise lässt sich das Spiel aber auch mit dem sehr handschmeichelnden Pro-Controller genießen.
Einen Innovationspreis gewinnt man hier nicht, aber die Umsetzung ist solide. Für einen Third-Party-Titel der zudem noch als Launchtitel erscheint ist das in Ordnung. Da hat man schon weit schlimmeres erlebt.

3) Bei einem Billig-Beamer ist die Leuchtkraft nur in der Mitte ausreichend!

Zugegeben, dass kurz vor der WiiU-Version noch für alle anderen Plattformen eine Trilogy-Box erscheint, kann einem den Kauf von Mass Effect 3: Special Edition etwas vermiesen. Abgesehen vom kostenpflichten DLC "From Ashes" (außer bei der normalen Special Edition), der nicht wenig zur Hauptgesschichte ergänzt, sind nur die auch sonst kostenlosen Multiplayer-Add-Ons enthalten. Fehlen tun leider die beiden letzten DLC's 'Omega' und 'Leviathan', die angeblich auch nicht für die WiiU erscheinen sollen. Dazu muss man aber sagen, die Trilogy-Sammlung und die WiiU-Version wurden von verschiedenen Studios entwickelt und vermutlich wird man bei Straight Right, die für die WiiU-Version zuständig waren, über die kurzfristig angekündigte Trilogy-Sammlung alles andere als begeistert sein. Ob es so eine Sammlung auch noch für die WiiU geben wird ist fraglich. Einerseits wird sich Mass Effect 3: Special Edition sicher verkaufen wie geschnitten Brot, aber ob das allein reichen wird?
Für sich genommen ist das vorliegende Spiel eine sehr gute Umsetzung und funktioniert sogar ohne Kenntnis der Vorgänger; allein dafür muss man die Entwickler loben. Wer dennoch eine andere Plattform zur Verfügung hat, für den wird der Mehrwert durch das Gamepad kaum genug Anreiz liefern. Zudem sieht die Grafik zwar sehr gut aus, übertrumpft aber nicht die Xbox360, geschweige denn die PC-Version. Höchstens PS3-Besitzer können hier eine marginal bessere Optik erleben.


Review
 | Big damn Hero Shepard

Warum kann der männliche Shepard eigentlich nur kurze Haare haben, während der weibliche auch mal was komplexeres erhält? Immer diese Anti-Langhaar-Trends. Und hätte der Gesprächsaufbau nicht etwas mehr Abwechslung haben können? Schön dass die Leute in der Zukunft offenbar sehr gelassen sind und selbst nach dem Verlust von Freunden seelenruhig alle Fragen beantworten.
Das war jetzt nur mal die 'Meckern auf höchstem Niveau'-Liste für den nächsten Teil. BioWare arbeitet ja schon an einer neuen Trilogie. Ganz ehrlich, Mass Effect IST eines der eindrucksvollsten und wohl auch bedeutendsten Spiele dieser Generation. Ob nun der zweite oder dritte Teil der persönliche Favorit ist, ist Geschmackssache. Qualitativ lässt sich kaum meckern und das Gameplay ist quasi die Essenz der nahezu perfekten Integration eines Rollenspielkonzepts in moderne actionlastige Spiele.

Dafür gibt's 4 satte Sterne, für den Sprung zum fünften fehlte noch das kleine Quentchen Kreativzunder.

  -  Alexander Lachwitz



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