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20. Juli 2012
Review
  LOLLIPOP CHAINSAW
  [ 360 / PS3 ]   

LOLLIPOP CHAINSAW Es geht nichts über Ehrlichkeit und offene Kommunikation. Und wer jemals schon einen Blick auf Lollipop Chainsaw ergattern konnte wird feststellen, dass es sich hier um eine ehrliche Haut handelt. Nämlich die babyzarte Haut von Cheerleaderin Juliet Starling.

Die muss die Welt, bzw. ihren Campus und Umgebung, mit ihrer Kettensäge von einer Zombieinvasion befreien - effektvoll und blutig. Also ein Spiel mit gutaussehender Protagonistin im Minirock, wildem Gemetzel und vielen abgetrennten Körperteilen. Das sieht man(n), das will man(n), das bekommt man(n)! wie viel ehrlicher kann man seine (männliche) Zielgruppe ansprechen?

Und jetzt weg, bevor die Putzfrau kommt!

Die Story ist wild wie vernachlässigbar aber ungemein witzig inszeniert. Am Morgen ihres 18. Geburtstages kommt die süße (aber züchtige) Juliet zur Schule und findet alles von Zombies besiedelt vor. Also flux die Kettensäge aus dem Nichts gezogen und die Umgebung in Schaschlik verwandelt, inkl. der Endgegner-Zombies die alle einer Musikepoche der Neuzeit entsprechen. Punk-Rocker, Rastamann oder Elvis-Verschnitt? Check!
Dumm nur, dass Juliets Freund gerade frisch angeknabbert wurde. Um zu vermeiden, dass der von dem Biss zombifiziert, wird er vorsichtshalber enthauptet. Fortan hängt er als lebendiger Schrumpfkopf am Gürtel und sorgt dort mit seinen Kommentaren für Heiterkeit. - Ein wenig Kumpelhaftigkeit in einem Single-Player Spiel. - Aber auch Spieltechnisch ist der Thoraxlose Nick zu gebrauchen.

Doch bleiben wir kurz bei der Grundsteuerung. Juliet kann springen, ihre Kettensäge hoch oder tief schwingen - jeweils gut für Enthauptungen oder Zombies auf dem Boden - oder die Untoten mit ihren Pompons betäuben. Sind sie betäubt geht die Enthauptung leichter vonstatten, was bei einem Pulk Zombies von 3 oder mehr einen Spezialattackenbalken auffüllt, Bonus-Münzen und Medaillen bringt und ganz nebenbei sehr fesch aussieht.
Wie in so mancher Klopper- oder Schnetzelei kann man im Verlauf mit diesen Münzen u.a. diverse Combos oder Attributsverbesserungen kaufen. So wie zum Beispiel in Scott Pilgrim (XBLA/ PSN). Aber genauso wie in letzterem macht das Spiel dadurch Anfangs nicht halb so viel Spaß wie es könnte.

Denn Juliet reagiert nicht gerade 'sofort' auf eure Kettensägenkommandos. Das Wort 'behäbig' würde ich dort aber nicht ziehen, vielmehr holt sie halt etwas aus bevor Sie ansetzt und stellt so die Wucht der Kettensäge gut zur Schau. Dem Spielfluss zu Gute kommt das Ganz aber tatsächlich nicht, zumal man in dieser Zeit angreifbar ist. Schade, gerade wenn man bedenkt dass das Spiel sich teilweise wie ein flotter Arkadeautomat präsentiert, auf dem fett SEGA prangen könnte.
Hat man aber erst mal ein paar Combos gesammelt und verinnerlicht tut sich ein neues Spielgefühl auf. Wild um die eigene Achse rotierend und Zombies köpfend löst man dann alle paar Sekunden den Sparkle Modus (so nennt sich der Modus bei 3 oder mehr Enthauptungen, in dem allerlei Herzchen und Lichteffekte rumflittern) aus und metzelt sich plötzlich in Lichtgeschwindigkeit durch die Horden. Wirklich schön verketten wie in einem Bayonetta lassen sich die aber nicht, so macht euch dennoch auf eine Menge Gegentreffer gefasst.

In der Hauptrolle des Bösewichts: Marylin Manson.

Doch die Zombiehatz ist nicht nur auf Kettensäge und Pompons begrenzt. So erhält man später im Spiel einen Schusswaffenaufsatz für die Kettensäge und vollführt diverse Manöver mit Nicks abgetrenntem Kopf. Auch Nick selber kann man steuern, aber nur in Form eines ab und an eingestreuten Quicktime Events; oftmals mit Todesfolge bei Versagen, gekoppelt mit oft schlechten Checkpoints.

Nur metzeln unter dauerhaften Kulissenwechsel ist langweilig. So gibt es neben diversen Gegnertypen auch ein buntes allerlei an Spielen im Spiel. Messt euch im sportlichen Wettkampf mit den Zombies, fahrt Sie mit einem Mähdrescher um oder werdet mit Ihnen Teil diverser klassischer Videospiel Adaptionen. Natürlich darf auch die Brawler typische Aufzugsfahrt nicht fehlen, diesmal mit einem besonderen Kniff. Für Abwechslung ist also, gerade zum Ende hin, reichlich gesorgt; wobei aber nicht jedes Minispiel ein Treffer ist.

Regina Regenbogen musste Umschulen.

Juliets Abenteuer sieht gut aus, wenn auch etwas unstringent. Erinnert viel an die Wasserfarbenoptik mit zusätzlichen leichten 'Zeichentrick' Cell-Shading Effekten aus Street Fighter IV, hat man das ganze zusätzlich mit einer poppigen Moiré/ Roy Lichtenstein-Optik versehen und dann nochmal an der Farb-/Kontrastschraube gedreht und einen aus Silent Hill bekannten Grieselfilter reingehauen. Das Ergebnis ist eine fröhliche Bonbongrafik die man versucht hat mit noch mehr Effekten in Richtung Grindhouse zu drehen. - Durchaus passend, denn so lässt sich das Spiel auch beschreiben. Denn obwohl Juliets Kettensäge Herzchengewitter, Funken und Regenbögen nach sich zieht fliegen rigoros die abgetrennten Körperteile durch die Gegend. Dennoch wäre für mich hier weniger mehr gewesen, bzw. die Festlegung auf Eins von Beidem.
Vom Sound her gibt sich Lollipop Chainsaw aber keinerlei Blöße mit vielen harten Gitarrenklängen diverser Bands unter Leitung von Akira Yamaoka (Silent Hill), vom Stil her ein wenig angesiedelt bei den musikalischen Endgegnern.


Review
 | Stolperndes Tanzmariechen!

Trotz massiver Begeisterung im Vorfeld war ich von Lollipop Chainsaw zunächst enorm ernüchtert. Die vielen Grafikfilter, unrunde Steuerung, Quicktime Events mit Instant-Deaths, gepaart mit teils unvorteilhaften Checkpoints und saudumm platzierten Ladezeiten rechneten ab mit einer überhöhten Erwartungshaltung.
Und dann, ein paar verinnerlichte Combos und viele Witze später, machte sich nach und nach die pure Spielfreude breit und wog fast alles wieder auf. Die 5 bis 6 Stunden die Lollipop Chainsaw dauert habe ich mit Freuden am Stück verbracht und auch für Wiederspielwert ist mit zwei Abspännen und weiteren Extras, Combos, Attributsverbesserungen, Schwierigkeitsgraden und natürlich Ranking Modi gesorgt.
Eigentlich schade, dass Lollipop Chainsaw bei eigentlich ansehnlicher Technik noch so viele kleine Macken hat. Das und das schmerzliche Vermissen eines Zwei-Spieler Modus, denn dann Stünde einer Höchstwertung nichts mehr im Wege. Lohnen tut sich das Ganze trotzdem, wenn man nicht die Präzision eines Beat'em Ups sucht und ehrlichen Spass haben will! Etwas angeknabberte:

  -  DS_Nadine



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