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09. April 2012
Review
  UNIT 13
  [ PlayStation Vita ]   

UNIT13 "Mein Name ist P.P. Jordan. Ich bin Mitglied einer Eliteeinheit, die auch als Unit 13 bekannt ist. Wir sind ein Haufen gefährlicher und mit allen Wassern gewaschener Supersoldaten. Mein heutiger Auftrag: Infiltrieren eines Flugzeughangars, Ausschalten aller Terroristen und Unschädlichmachen der geklauten Kampfjets! Pah!

Für mich ein Kinderspiel. Während ich noch über mein Headset letzte Anweisungen bekomme, schleiche ich mich auf das Gelände. Schon erspähe ich den ersten Terroristen, der hier seinen Wachgang absolviert. Lautlos nähere ich mich und lasse ihn durch einen beherzten Stoß von hinten die Klinge meines Messers schmecken. Mit einem letzten, kaum hörbaren Laut sinkt er zu Boden. Puh… niemand scheint ihn gehört zu haben. Also pirsche ich mich weiter an das Gebäude heran. Weil ich nicht nur eine coole Kampfsau bin, sondern auch die Skills eines Supernerds habe, hacke ich mich im Vorbeigehen in das Computersystem des Feindes. Weiter geht's! Einen langen grauen Korridor entlang, aber HALT! Was ist das? Gerade noch rechtzeitig erspähe ich die Kamera über der Tür. Ich ziehe meine schallgedämpfte Waffe und mache sie mit einem gezielten Schuss unschädlich. Die Jungs haben sich hier gut geschützt, denn wenig später entdecke ich auch noch eine Lichtschranke, aber auch die muss unter dem Blei meines Revolvers den Kürzeren ziehen.

Hier ist Agent Jordan auf dem Weg den hübsche Jet zu Blechschrott zu verarbeiten.

Endlich bin ich im Hangar angekommen. Hinter einer Kiste verschanzt beobachte ich die vier umherlaufenden Wachen. Als sich die Gelegenheit ergibt ersteche ich den Ersten rücklings und schalte auch den Zweiten mit meinem Revolver aus. Damit habe ich dummerweise die Aufmerksamkeit der anderen beiden Typen geweckt. Schnell stecke ich den Revolver weg und schultere mein Maschinengewehr. Nach einem kurzen Schusswechsel, zwei befriedigenden Headshots und einigen Tropfen Blut habe ich den Hangar erst mal ganz für mich alleine. Einen Raum weiter stehen sie dann auf einmal vor mir: Zwei geklaute Kampfjets, voll funktionstüchtig und mit Waffen ausgerüstet.

Wieder muss ich ein paar Wachen ausschalten... aber... hey, habe ich schon erwähnt, dass ich eine coole Kampfsau bin? Nachdem ich kurzen Prozess gemacht habe (jemand hat mir mal eingetrichtert, man verhandelt nicht mit Terroristen), kann ich mich wieder den beiden Düsenjägern widmen. Anstatt sie in die Luft zu jagen hacke ich mich über mehrere im Raum verteilte Laptops in die stählernen Vögel und lasse ihre Turbinen so heiß laufen, bis sie spektakulär in die Luft fliegen. Auftrag erledigt. Ich kann mich aus dem Staub machen."

So, oder zumindest so ähnlich, sehen die Missionen in Unit 13 aus. Unit 13 ist aber in vielerlei Hinsicht sehr interessant, ist es doch der erste amtliche Shooter auf Sonys tragbarem Technikwunder PSVita. Und wie schießt es sich nun "in der Hosentasche"? Um gleich eines vorweg zu nehmen: Spätestens bei diesem Titel merkt man, was man auf der PSP immer vermisst hat. Den zweiten Analogstick. Es steuert sich nämlich genauso gut wie jeder andere Shooter und da sind eben auch die auf den großen Konsolen mit inbegriffen.

Hey, ich will doch nur wissen was diese geschmackvolle Hängelampe kosten soll!

Aber zurück zur Einheit… äh… ich meine Unit! Das Spiel wurde bevor es erschien oft mit Segas indiziertem Score-Shooter. Damit tut man dem Spiel aber Unrecht, denn es ist eindeutig mehr als simples Scoreballern.
Die üppige Liste mit Singleplayermissionen könnte unterschiedlicher nicht sein. Mal muss man unter Zeitdruck ein Terroristenlager ausheben (viel Krach und Bumm Bumm), ein andermal wieder muss man eine Zielperson ausschalten ohne dabei entdeckt zu werden (viel Schleichen und Messerstechen). Oft hat man es auch selber in der Hand, ob man das ganze eher rambomässig mit dem MG oder lieber ruhig und taktisch lösen möchte. Das Spiel lässt einem beide Möglichkeiten und das ist gut so. Netterweise finden sich fast täglich neue Missionen zum herunterladen womit einem nie langweilig werden dürfte. Wer alle Missionen durch hat, darf auch im Team mit einem menschlichen Mitspieler auf Terroristenjagd.

Eine Salve aus meiner Bleispritze und es gibt nur noch Ameisen-TV.

Und wie sieht das Spiel aus? Unit 13 ist ein sehr rundes Spielerlebnis und da muss auch der Grafikfetischist nicht hinten anstehen. Die Soldaten der Eliteeinheit (die man ja im Gegensatz zu einem reinrassigen Egoshooter immer partiell im Bild sieht) sind sehr schön und detailliert modelliert. Gleiches gilt für die Levels. Feine Texturen und sehr abwechslungsreiche Locations verwöhnen das Auge. Eben war man noch in grellem Sonnenschein in einem fernöstlichen Dorf unterwegs, konnte förmlich den heißen Wüstensand auf den von der Sonne gegerbten Lippen schmecken und schon ist man in einem Nachtclub unterwegs und versucht in dem satten Pink des Interieurs die Zielperson ausfindig zu machen. Und das alles ohne Ruckeln oder gar Tearing. So mögen wir das. Auch vom Sound her gibt es keinerlei Ausfälle. Die Musik hält sich bescheiden im Hintergrund und unterstreicht die Stimmung die in der entsprechenden Szene herrscht. Die Stimme, die uns am Anfang und während der Missionen Anweisungen gibt klingt genauso sauber wie die empörten Ausrufe der Widersacher, sobald die einen entdeckt haben. Die eingangs erwähnte Steuerung flutscht prima. So zielt und schießt man, wie man es von den großen Konsolen kennt. Computerhacken, Dokumente klauen und Tretmienen entschärfen erfolgt via Touchscreen. Ebenfalls via Touchscreen springt man über deckungsspendende Hindernisse. Alles in allem kann man auch da nicht meckern.


Review
 | Endlich ein guter Hosentaschenshooter!

Unit 13 macht im Grunde alles richtig. Auch wenn actionverwöhnte Feierabendrambos sich evtl. an manchen Missionen die Zähne ausbeißen werden, weil man hier doch sehr vorsichtig zu Werke gehen muss, so muss man sich schon vor den Machern von Unit 13 verneigen. Denn für einen Launchtitel bietet Unit 13 erstaunlich viel Tiefe und Abwechslung. So tut es dann auch nie wirklich weh, wenn man das zeitliche segnet, da man sofort das Gefühl hat zu wissen, wie man es beim nächsten Mal besser machen kann. Wer sich nach dem Durchspielen (und auch den Downloadlevels) weiter herausfordern will, geht einfach auf Punktejagd. Das ist sehr motivierend und sorgt für Langzeitspaß, wie man ihn von heutigen Shootern nicht mehr so gewohnt ist. Die angenehme Länge der Missionen rundet das Gesamtbild ab. Beinahe schade, dass diese kleine Perle nicht mehr Aufmerksamkeit genießt.

  -  Philipp Jordan



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