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08. März 2012
Review
  WIPEOUT 2048
  [ PlayStation Vita ]   

WIPEOUT 2048 Eigentlich ist ein Wipeout ja ein besonders spektakulärer Sturz beim Wellenreiten, aber für Gamer ist dieses Wort inzw. eine Marke, die für Zukunftsrennspiele steht wie Mario für Jump and Run Spiele. Dabei gab es schon lange vor dem Platzhirsch ähnliche Spielkonzepte. So werden die älteren Nerds sich melancholisch an Stunt Car Racer erinnern oder aber an die F-Zero Reihe von Nintendo. WipEout war einer der ganz großen Hits auf der ersten Playstation und hat die meisten seiner schlechten Kopien längst überlebt. Auch auf der Vorgängerkonsole der PSVita, nämlich der PSP, war WipEout einer der Vorzeigetitel. Auf der Playstation 3 allerdings musste sich der Titel anfangs mit dem Stempel "Download only" begnügen.

WipEout 2048 ist ein Prequel, was übrigens eine seltsame Modeerscheinung der Spieleindustrie und Hollywoods zu werden scheint. Aber keine Angst, dem Titel merkt man das eigentlich nirgendwo an.

Die Levels sind auf urbane Umgebungen begrenzt.

Wie immer wird man in WipEout von äußerst durchgestylten Menüs begrüßt, die einem die verschiedenen Rennmodi anbieten. Man darf aber gleich vorweg sagen, dass man auch die toll designten Ladebildschirme öfter und länger zu sehen bekommt, als man es sich wünschen würde.

Startet man den obligatorischen Karierremodus, fällt dem geneigten WipEout-Fanboy sofort die breitere Streckenführung auf. Dies soll wohl dem Kampf Mann gegen Mann (bzw. Gleiter gegen Gleiter) zu gute kommen. Die Musik ist aber wie gehabt ein schöner elektronischer Klangteppich, wie man ihn über die Jahre schätzen und lieben gelernt hat.

Neben den bekannten blauen Beschleunigungspfeilen befinden sich noch grüne und gelbe Felder auf der Fahrbahn. Erstere sind eher defensive Gadgets wie Boosts, Minen oder Schutzschilde. Die gelben Felder sind Angriffswaffen wie Raketen oder Schockwellen. So entsteht beim Rennen eine neue, fast schon taktische Komponente. Auch wenn die Vita einem eine gyroskopische Steueroption anbietet, rast es sich mit Analogstick und Schultertaste doch mit Abstand am komfortabelsten und genauesten. Mit von der Partie sind auch wieder die Airbrakes, die einem auch in haarscharfen Kurven präzises Lenken ermöglichen.

Hier gut zu erkennen: Die gesamte Grafik ist äußerst detailiert - was manchmal die Übersicht im Eifer des Gefechts erschwert.

Die Karriere ist in vier unterschiedliche Rennarten unterteilt. So gibt es normale Rennpassagen, Rennen auf Zeit und reine Zerstörungsrennen. Hier muss man wie in einer Art futuristischen Demolition Derby möglichst viel Schaden bei den Gegnern anrichten (Platzierungen spielen hier keine Rolle). Außerdem gibt es noch den seit dem ersten PSP-WipEout bekannten Zone-Modus. Hier gilt es so lange wie möglich seinen Gleiter unbeschadet durch die Level zu lenken. Das Ganze ist allerdings erschwert, da es stetig schneller wird. Der Zone-Modus lässt einen manchmal in eine Art Geschwindigkeitstrance verfallen und unterscheidet sich auch grafisch von den anderen Leveln. Man kann sich das am besten als "WipEout auf LSD" vorstellen.

Nicht selten stürtzt ihr euch Kopfüber in Abgründe oder brettert senkrechte Steigungen empor.

Grafisch ist das neue Handheld-WipEout eine echte Wucht. So findet man mehr Details am Streckenrand und auch schöne Texturen auf Böden und Gebäuden. Leider macht die neue optische Pracht das Spiel oft sehr unübersichtlich und man knallt trotz breiterer Fahrbahn anfangs öfter mal gegen eine Wand. Die Strecken haben erstaunlich viele Abzweigungen was ebenfalls für Verwirrung sorgen kann. Trotz all dieser kleinen Mängel spielt sich der futuristische Raser nach kurzer Eingewöhnungsphase genauso rasant und spaßig wie seine Vorgänger. Wer ein 3G-Model der Vita sein Eigen nennt, kann mit Freunden Bestzeiten austauschen und wer mit Wifi verbunden ist, kann mit bis zu vier Mitstreitern durch die Städte der Zukunft brettern.


Review
 | Was ne flotte Sause

WipEout ist auch im Jahre 2012 das, was es schon auf der ersten Playstation war: Ein tolles Zukunftsrennspiel, das einem das Adrenalin aus den Poren quellen lässt. Technikpuristen werden sich sicher über die 30fps aufregen, aber zumindest läuft das Spiel stets flüssig und sieht toll aus. Die langen Ladezeiten (meist mehr als 40 Sekunden pro Strecke) sind allerdings ein echter Wehrmutstropfen, der einen immer wieder aus dem Spielfluss reißt. Das ist ärgerlich und erinnert an selige C64-Zeiten. Als erster Titel bietet Wipeout 2048 die Möglichkeit des Crossplay (das heißt man kann zwischen PS3 und Vita gegeneinander fahren). Wer gerne Rennspiele zockt kommt auch an Ermangelung an guten Alternativen nicht an WipEout 2048 vorbei, Fans schlagen sowieso zu und alle anderen... nein... ich sag's nicht…
oder doch… alle anderen saugen sich die Demo und spielen Probe.

  -  Philipp Jordan



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